Bundesgeschäftsführer Seltenheim wirft FPÖ-General vor, eigenen Sohn für politische Zwecke zu missbrauchen
Klaus Seltenheim übt scharfe Kritik an FPÖ-General Hafenecker und dessen Umgang mit dem Bildungsprogramm "AusBildung bis 18".
In einer scharfen Stellungnahme hat SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim am Donnerstag Kritik an FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und dessen politischem Vorgehen geübt. Seltenheim behauptet, Hafenecker habe seinen eigenen Sohn für politische Zwecke benutzt und einen Skandal inszeniert.
"Es ist wirklich letztklassig, dass Hafenecker sogar seinen eigenen Sohn benutzt, um politisches Kleingeld zu wechseln und einen Skandal zu inszenieren", erklärte Seltenheim gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der SPÖ-Funktionär sagte: "Wer die FPÖ kennt, weiß: Immer, wenn die FPÖ 'Skandal' schreit, will sie von eigenen Fehlern ablenken."
Besonders kritisierte Seltenheim, dass Hafenecker "offenbar jedes Mittel recht" sei, "um staatliche Einrichtungen und wichtige Bildungsmaßnahmen wie die 'AusBildung bis 18' zu diskreditieren".
Seltenheim betonte, dass durch das Meldesystem im Rahmen von "AusBildung bis 18" jedes Jahr 5.000 Schulabbrecher*innen auf den Weg zurück in Bildung oder Ausbildung gebracht würden.
Seltenheim sagte, Hafenecker nehme sich "geschlagene acht Minuten Zeit, um in einem Video wieder einmal ein Komplott des österreichischen Staates gegen die FPÖ zu konstruieren", gehe aber "keine Sekunde auf seine eigenen Versäumnisse" ein. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer verwies darauf, dass Hafenecker "eine ganze Serie von Kontaktaufnahmeschreiben ignoriert" habe.
Seltenheim räumte ein, dass "einer Schule bedauerlicherweise ein Fehler bei der Meldung unterlaufen" sei, kritisierte jedoch, dass statt einer Klärung per Anruf oder Mail ein langes Video produziert worden sei.
Seltenheim fragte: "Wenn wer nicht einmal in der Lage ist, Briefe zu öffnen, die seinen Sohn betreffen, wie will der dann mit Bürger*innenanliegen umgehen oder gar in einer Regierungsfunktion sein?"
Abschließend sagte Seltenheim: "Es ist gut, dass uns die FPÖ in der Regierung wegen Kickls Angst vor Verantwortung erspart geblieben ist."