ORF-Dokumentation zeigt jahrhundertealte Schmiedekunst und unberührte Natur
Eine faszinierende Reise durch die niederösterreichische Eisenwurzen, wo UNESCO-Weltkulturerbe auf moderne Forschung trifft.
Die niederösterreichische Eisenwurzen ist eine Region voller Kontraste: Hier treffen jahrhundertealte Schmiedetradition und moderne Spitzenforschung aufeinander, während sich durch spektakuläre Landschaften historische Schmalspurbahnen schlängeln. Am Samstag, 11. April 2026, um 16.20 Uhr präsentiert ORF 2 in der Sendereihe "Erlebnis Österreich" eine filmische Entdeckungsreise durch diese einzigartige Region.
Tief in den Ybbstaler Alpen hat sich über Jahrhunderte eine Tradition erhalten, die heute als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt ist: die Schmiedekunst von Ybbsitz. Die Region war einst die Heimat der sogenannten "Schwarzen Grafen" - der Hammerherren, die durch die Eisenverarbeitung zu Wohlstand kamen.
Architektonische Zeugnisse dieser reichen Geschichte finden sich noch heute überall in der Region. Das prachtvolle Hammerherrenschloss aus dem Jahr 1551 in Ybbsitz ist nur eines der beeindruckenden Bauwerke, das von dem Reichtum erzählt, der auf dem härtesten aller Metalle - dem Eisen - aufgebaut wurde.
Doch das Schmiedehandwerk ist in der Eisenwurzen keine museale Kunst, sondern lebendige Tradition. Im Eyblhammer in Ybbsitz begleitet die ORF-Dokumentation den Schmied und Künstler Sepp Eybl bei seiner täglichen Arbeit. Hier wird deutlich, wie sich jahrhundertealte Techniken mit moderner Kreativität verbinden.
Das "Laboratorium der Kreativität", wie Ybbsitz auch genannt wird, steht für eine Handwerkskunst, die ihre Wurzeln in der Vergangenheit hat, aber fest in der Gegenwart verankert ist. Die sprühenden Funken der Schmiedefeuer sind heute genauso faszinierend wie vor hunderten von Jahren.
Wer die glühende Hitze der Schmiede verlässt, wird von einer anderen Welt empfangen: der stillen, unberührten Natur der Bergwelt. Der Lunzer See spiegelt die majestätischen Gipfel des Ötscherlandes und bietet einen beeindruckenden Kontrast zur industriellen Vergangenheit der Region.
Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich ein technologisches Wunderwerk in extremer Lage: ein globales Luftlabor am meteorologischen Kältepol Mitteleuropas. An diesem außergewöhnlichen Forschungsstandort wurden bereits Temperaturen von bis zu -52,6 °C dokumentiert - ein extremer Gegensatz zu den heißen Schmiedefeuern von Ybbsitz.
Hier treffen Spitzenforschung und die rohe Gewalt der Natur aufeinander. Das Forschungszentrum zeigt, wie sich die Region von ihrer industriellen Vergangenheit hin zu modernen, wissenschaftlichen Aktivitäten entwickelt hat, ohne dabei ihre historischen Wurzeln zu vergessen.
Das filmische Erlebnis wird durch einen ganz besonderen Soundtrack begleitet: das charakteristische Pfeifen der Diesellokomotiven der Ybbstalbahn. Diese historische Schmalspurbahn schlängelt sich über spektakuläre Viadukte durch die malerische Landschaft der Eisenwurzen.
Mit viel Herzblut und Enthusiasmus erhalten Freiwillige diese historischen Strecken am Leben. Sie sorgen dafür, dass Besucher auch heute noch eine Fahrt durch die Zeit erleben können - eine nostalgische Reise durch die unberührte Natur der Region, die gleichzeitig ein wichtiges Stück österreichischer Industriegeschichte bewahrt.
Das Engagement der Freiwilligen zeigt, wie wichtig den Menschen in der Region ihre Geschichte ist. Die Ybbstalbahn ist mehr als nur ein touristisches Highlight - sie ist ein lebendiges Museum, das die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufrechterhält.
Die Dokumentation entstand unter der Gestaltung von Tom Höll und Lothar Hofer, die auch für die Kameraführung verantwortlich zeichnen. Beide kennen die Region und ihre Besonderheiten aus eigener Erfahrung und können daher authentische Einblicke in das Leben und die Traditionen der Eisenwurzen vermitteln.
Unter der Redaktionsleitung von Mag. Sabine Daxberger-Edenhofer verspricht die Sendung eine ausgewogene Mischung aus historischen Informationen, spektakulären Naturaufnahmen und persönlichen Geschichten der Menschen, die diese einzigartige Region prägen.
Die niederösterreichische Eisenwurzen verkörpert wie kaum eine andere Region Österreichs die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne. Hier haben sich jahrhundertealte Handwerkstraditionen erhalten, während gleichzeitig modernste Forschung betrieben wird.
Die Dokumentation "NÖ Eisenwurzen - wo Stahl auf Stille trifft" verspricht, diese faszinierenden Kontraste eindrucksvoll zu portraitieren. Von den glühenden Schmiedefeuern bis zu den eisigen Forschungsstationen, von den dampfenden Lokomotiven bis zu den stillen Bergseen - die Eisenwurzen bietet Erlebnisse für alle Sinne.
Die Ausstrahlung am Samstag, 11. April 2026, um 16.20 Uhr auf ORF 2 bietet Zuschauern die Möglichkeit, eine der charakteristischsten Regionen Niederösterreichs kennenzulernen und ihre einzigartige Mischung aus Geschichte, Handwerk, Natur und Forschung zu entdecken.