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BHÖ startet Verfüllung alter Stollenanlagen in Amstetten

Kontrollierte Sicherungsmaßnahmen am Reitbauernberg und Kreuzberg ab Juni 2026

16. April 2026 um 07:21
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Die Burghauptmannschaft Österreich beginnt 2026 mit der kontrollierten Verfüllung von zwei Stollenanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg in Amstetten.

Die Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) wird ab Juni 2026 zwei unterirdische Stollenanlagen am Reitbauernberg und Kreuzberg in Amstetten kontrolliert verfüllen. Das bereits im Dezember 2025 angekündigte Projekt tritt mit dem nun vorliegenden Baubescheid planmäßig in die nächste Umsetzungsphase ein.

Geologische Untersuchungen zeigen Handlungsbedarf

Die Stollenanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in den letzten Jahren mittels moderner Laserscanning-Technologie analysiert. Die umfangreichen geologischen und bautechnischen Untersuchungen zeigen eine zunehmende Verschlechterung des baulichen Zustands infolge von Alterungsprozessen und natürlichen Veränderungen im Inneren der Anlagen.

"Wir haben die Situation gründlich analysiert, und die Sicherheit der Anrainerinnen und Anrainer hat für uns oberste Priorität", betont Burghauptmann Reinhold Sahl. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt eine nachhaltige, ökonomische und ökologisch vertretbare Verfüllung der verfallenden Stollenanlagen zu gewährleisten."

Bauablauf und Sicherheitsmaßnahmen

Zum Schutz der anliegenden Wohngebiete sowie der öffentlichen Infrastruktur erfolgen sämtliche Arbeiten ausschließlich oberirdisch. Entlang einer Strecke von rund 1,6 Kilometern werden etwa 150 Bohrlöcher hergestellt, über die hochwertiges Verfüllmaterial in die unterirdischen Hohlräume eingebracht wird.

Die Arbeiten beginnen im zweiten Quartal 2026 mit der Beweissicherung an Gebäuden, Grundstücken und öffentlichen Flächen. Von Juni bis Oktober sind folgende Schritte vorgesehen:

  • Herstellung von Erkundungs- und Verfüllbohrungen
  • Ausbau der Bohrungen zur Vorbereitung der Verfüllung
  • Einbringung von hochwertigem Verfüllmaterial
  • Begleitende Evaluierung der Verfüllmaßnahmen mittels Kernbohrungen

Ab November 2026 beginnt die abschließende Projektphase mit dem Rückbau temporärer Einrichtungen und der vollständigen Wiederherstellung der betroffenen Grundstücke und Flächen. Die gesamte Projektlaufzeit beträgt etwa sieben bis acht Monate.

Information und Bürgerdialog

Aktuell läuft die Ausschreibung der ausführenden Baufirmen. Durch die örtliche Bauaufsicht wird eine qualitätsgesicherte und transparente Durchführung aller Maßnahmen gewährleistet. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 15. April in Amstetten konnten sich Anrainer und interessierte Bürger über den geplanten Ablauf informieren.

Für Anrainer wurde bereits im Dezember eine Ombudsstelle eingerichtet, die unter [email protected] sowie telefonisch unter +43 1 536 49-814606 erreichbar ist. Das Projekt wird von der Burghauptmannschaft Österreich als Vertreterin der Republik Österreich zur langfristigen Gefahrenprävention und nachhaltigen Sicherung des Siedlungsraums umgesetzt.

Schlagworte

#Amstetten#Burghauptmannschaft#Stollenanlagen#Bauarbeiten#Sicherheit

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