Niederösterreich unterstützt Sozialtafel für Haustiere in St. Pölten und Krems
Das Land NÖ sichert mit einer Spende von 7.500 Euro den Erhalt der Futterbox Österreich und hilft damit Tierhaltern in schwierigen Lebenssituationen.
Die "Futterbox Österreich – Sozialtafel für Haustiere" kann ihre wichtige Arbeit fortsetzen. Mit einer Spende von 7.500 Euro aus Mitteln des niederösterreichischen Tierschutzes wird der gemeinnützige Verein, der Ende 2023 kurz vor der Schließung stand, erneut unterstützt. Die Förderung kommt den Zweigstellen in St. Pölten und Krems zugute.
"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen Tiere nicht zu Leidtragenden werden", erklärt Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz die Motivation für diese Unterstützung. Mit der Förderung helfe das Land sozial schwächeren Tierhalterinnen und Tierhaltern dabei, ihre Tiere weiterhin gut zu versorgen – sowohl mit Futter als auch mit notwendigen Utensilien wie Leinen oder anderem Zubehör.
Die Futterbox Österreich fungiert als Sozialtafel speziell für Haustiere und stellt kostenfreie Futter- und Sachspenden für Menschen in schwierigen Lebenssituationen bereit. "Das ist gelebter Tierschutz und ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Tierleid", betont Rosenkranz.
Seit 2013 hat sich die Futterbox Österreich der Mission verschrieben, Tiere auch in finanziell herausfordernden Zeiten artgerecht zu versorgen und Tierleid zu vermeiden. Der Verein unterstützt dabei ausschließlich Personen, die bereits Haustiere besitzen – eine gezielte und kontrollierte Ausgabe stellt sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie tatsächlich benötigt wird.
Wichtig ist den Verantwortlichen dabei, dass keine Unterstützung von Verwahrlosung oder unverantwortlicher Tieranschaffung stattfindet. Vielmehr soll verantwortungsvolle Tierhaltung gestärkt und Menschen geholfen werden, die durch unverschuldete Umstände in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
In St. Pölten ist die Futterbox bereits seit vielen Jahren aktiv und organisiert mehrmals monatlich Futterausgaben. Angesichts steigender Preise und der wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre ist der Bedarf an Unterstützung jedoch deutlich gestiegen. Immer mehr Tierhalter sind auf die Hilfe der Organisation angewiesen, um ihre Vierbeiner angemessen versorgen zu können.
Die gestiegene Nachfrage zeigt, wie wichtig solche Initiativen in Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sind. Viele Menschen stehen vor der schwierigen Entscheidung, ob sie sich die Versorgung ihrer geliebten Haustiere noch leisten können.
Auch in Krems wurde das Angebot der Futterbox erfolgreich ausgebaut. Auf Initiative der Stadt Krems sowie mit Unterstützung von Landesrätin Susanne Rosenkranz und Gemeinderat Christoph Hofbauer konnte am Hafnerplatz 11 eine neue Ausgabestelle eingerichtet werden.
Dort findet nun jeden zweiten Samstag im Monat eine regelmäßige Futterausgabe statt, wodurch auch Tierhalter in der Region Krems von der wichtigen Arbeit des Vereins profitieren können. Diese Erweiterung zeigt, dass der Bedarf an solchen Unterstützungsangeboten auch außerhalb der Landeshauptstadt vorhanden ist.
"Die Futterbox Österreich zeigt eindrucksvoll, wie praktische und unbürokratische Hilfe aussehen kann", lobt Landesrätin Rosenkranz die Arbeit des Vereins. Wer ein Tier halte, übernehme Verantwortung – und genau diese Verantwortung werde mit der Förderung unterstützt.
Das Konzept der niederschwelligen Hilfe hat sich bewährt: Betroffene können ohne aufwendige Anträge oder langwierige Verfahren Unterstützung erhalten. Dies ist besonders wichtig, da Tiere regelmäßig Futter und Pflege benötigen und nicht warten können, bis bürokratische Prozesse abgeschlossen sind.
Das Ziel des niederösterreichischen Tierschutzes ist eindeutig formuliert: "Kein Tier soll aufgrund finanzieller Not seiner Besitzer leiden müssen", erklärt Rosenkranz. Dafür stehe man im niederösterreichischen Tierschutz mit voller Überzeugung ein.
Diese Haltung spiegelt sich auch in der wiederholten Unterstützung der Futterbox wider. Es handelt sich nicht um eine einmalige Aktion, sondern um eine kontinuierliche Förderung, die zeigt, dass das Land Niederösterreich den Tierschutz als Daueraufgabe versteht.
Die Unterstützung der Futterbox hat auch gesellschaftlichen Nutzen, der über den direkten Tierschutz hinausgeht. Durch die Hilfe können Menschen ihre Haustiere behalten, die oft wichtige Begleiter und emotionale Unterstützung darstellen. Gerade in schwierigen Lebenssituationen können Tiere eine wichtige Rolle für das psychische Wohlbefinden ihrer Besitzer spielen.
Gleichzeitig wird verhindert, dass Tiere in Tierheimen abgegeben werden müssen, was sowohl für die Tiere als auch für die Tierheime eine Entlastung bedeutet. Die präventive Hilfe durch die Futterbox trägt somit zur Entlastung des gesamten Tierschutzsystems bei.
Mit der erneuten Spende von 7.500 Euro ist die Arbeit der Futterbox Österreich in St. Pölten und Krems für die kommende Zeit gesichert. Dies ist besonders wichtig, da der Verein Ende letzten Jahres noch kurz vor der Schließung stand und auf externe Unterstützung angewiesen ist.
Die Förderung durch das Land Niederösterreich zeigt, dass Tierschutz als wichtige gesellschaftliche Aufgabe anerkannt wird und dass auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Mittel für solche Zwecke bereitgestellt werden. Dies könnte auch anderen Bundesländern als Vorbild dienen, ähnliche Initiativen zu unterstützen.
Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass sich die wirtschaftliche Situation entspannt und weniger Menschen auf solche Hilfsangebote angewiesen sind. Bis dahin leistet die Futterbox Österreich einen wichtigen Beitrag dazu, dass Tiere auch in schwierigen Zeiten gut versorgt bleiben und nicht unter der finanziellen Not ihrer Besitzer leiden müssen.