Österreich kämpft gegen eine stille Epidemie: Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen und jedes dritte Kind sind übergewichtig. Während Abnehmspritzen als Wunderwaffe beworben werden, zeigen neue Stu
Österreich kämpft gegen eine stille Epidemie: Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen und jedes dritte Kind sind übergewichtig. Während Abnehmspritzen als Wunderwaffe beworben werden, zeigen neue Studien ernüchternde Ergebnisse. Am 25. März widmet sich „Stöckl live" um 20.15 Uhr in ORF 2 dieser brisanten Gesundheitsfrage und hinterfragt kritisch: Sind wir wirklich bereit, schlank um jeden Preis zu werden?
Die sogenannten GLP-1-Agonisten, besser bekannt als Abnehmspritzen, haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Diese Medikamente, ursprünglich zur Behandlung von Diabetes Typ 2 entwickelt, ahmen das körpereigene Hormon GLP-1 nach und reduzieren das Hungergefühl. Der Wirkstoff Semaglutid, unter Markennamen wie Ozempic oder Wegovy bekannt, greift direkt in das Sättigungszentrum des Gehirns ein und verlangsamt die Magenentleerung.
Doch die Euphorie um diese Medikamente bekommt durch aktuelle Forschungsergebnisse einen deutlichen Dämpfer. Eine brandneue Studie offenbart ein alarmierendes Bild: Mehr als die Hälfte der Nutzer bricht die Behandlung innerhalb eines Jahres ab. Die Gründe sind vielfältig – von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis hin zu den enormen Kosten, die sich auf mehrere hundert Euro monatlich belaufen können.
Besonders problematisch wird es nach dem Absetzen: Betroffene nehmen viermal schneller wieder zu als nach herkömmlichen Diätprogrammen mit Ernährungsumstellung und Bewegung. „Das zeigt uns deutlich, dass Medikamente allein keine dauerhafte Lösung darstellen