Fokus auf Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft und Ernährungssicherheit
Bundesminister Totschnig stellt mit BOKU-Rektorin Schulev-Steindl das neue Forschungs- und Entwicklungsprogramm vor
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) schlägt neue Wege in der Ressortforschung ein. Am 3. März 2026 wird Bundesminister Norbert Totschnig gemeinsam mit Eva Schulev-Steindl, Rektorin der BOKU University, das neue "Programm für Forschung und Entwicklung 2026-2030" der Öffentlichkeit vorstellen.
Das neue Forschungsprogramm setzt bewusst auf eine praxisnahe und wirkungsorientierte Herangehensweise. Dabei stehen drei zentrale Themenfelder im Mittelpunkt, die für die Zukunft Österreichs von entscheidender Bedeutung sind: Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft und Ernährungssicherheit.
Diese Schwerpunktsetzung spiegelt die aktuellen Herausforderungen wider, denen sich Österreich in den kommenden Jahren stellen muss. Der Klimawandel erfordert innovative Anpassungsstrategien, während die Kreislaufwirtschaft als Schlüssel für nachhaltige Ressourcennutzung gilt. Gleichzeitig gewinnt die Ernährungssicherheit angesichts globaler Unsicherheiten und veränderter klimatischer Bedingungen zunehmend an Relevanz.
Die Zusammenarbeit zwischen dem BMLUK und der BOKU University unterstreicht die Bedeutung der wissenschaftlichen Kooperation für eine erfolgreiche Forschungslandschaft. Die BOKU, als führende Universität für Bodenkultur in Österreich, bringt ihre Expertise in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Ressourcenmanagement sowie Biotechnologie ein.
Eva Schulev-Steindl, die als Rektorin der BOKU fungiert, wird bei der Pressekonferenz die wissenschaftliche Perspektive des neuen Forschungsprogramms beleuchten. Diese Partnerschaft zwischen Politik und Wissenschaft soll sicherstellen, dass die Forschungsaktivitäten sowohl theoretisch fundiert als auch praktisch umsetzbar sind.
Der Bereich Klimawandelanpassung nimmt eine zentrale Stellung im neuen Forschungsprogramm ein. Österreich ist als Alpenland besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und extreme Wetterereignisse erfordern innovative Lösungsansätze.
Die Forschung in diesem Bereich wird sich voraussichtlich auf verschiedene Aspekte konzentrieren: von der Entwicklung klimaresistenter Pflanzensorten über wassersparende Bewässerungstechnologien bis hin zu nachhaltigen Waldbewirtschaftungskonzepten. Diese Forschungsarbeiten sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis liefern.
Die Kreislaufwirtschaft stellt einen weiteren Schwerpunkt des neuen Forschungsprogramms dar. Dieses Konzept zielt darauf ab, Ressourcen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten und Abfälle zu minimieren. Für Österreich als ressourcenarmes Land ist dieser Ansatz von besonderer Bedeutung.
Die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich werden sich vermutlich auf die Entwicklung neuer Recyclingtechnologien, die Optimierung von Produktkreisläufen und die Schaffung nachhaltiger Wertschöpfungsketten konzentrieren. Dabei sollen sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigt werden.
Das Thema Ernährungssicherheit hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Globale Krisen, Lieferkettenunterbrechungen und klimatische Veränderungen haben gezeigt, wie wichtig eine sichere und nachhaltige Nahrungsmittelversorgung ist.
Die Forschung im Bereich Ernährungssicherheit wird sich voraussichtlich auf mehrere Bereiche erstrecken: die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden, die Verbesserung der Lebensmittellagerung und -verteilung sowie die Förderung regionaler Lebensmittelsysteme. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu stärken und gleichzeitig die Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion zu reduzieren.
Ein besonderes Merkmal des neuen Forschungsprogramms ist seine Praxisnähe. Die Forschungsarbeiten sollen nicht nur theoretische Erkenntnisse liefern, sondern konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Praxis entwickeln. Dieser wirkungsorientierte Ansatz soll sicherstellen, dass die Forschungsergebnisse tatsächlich zu Verbesserungen in der Land- und Forstwirtschaft, im Umweltschutz und in anderen relevanten Bereichen führen.
Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis soll durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden: durch die Einbindung von Praktikern in Forschungsprojekte, durch den regelmäßigen Austausch zwischen Forschern und Anwendern sowie durch die gezielte Förderung von Transferprojekten.
Das neue Forschungsprogramm des BMLUK fügt sich in die breitere österreichische Forschungsstrategie ein. Es trägt dazu bei, Österreichs Position als innovatives und nachhaltiges Land zu stärken. Gleichzeitig leistet es einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Die Schwerpunktsetzung auf Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft und Ernährungssicherheit entspricht den aktuellen Prioritäten der Europäischen Union und der internationalen Staatengemeinschaft. Damit positioniert sich Österreich als aktiver Partner in der globalen Nachhaltigkeitsdebatte.
Die Pressekonferenz am 3. März 2026 um 10:00 Uhr im Pressezentrum am Stubenring 1 in Wien markiert einen wichtigen Meilenstein in der österreichischen Forschungspolitik. Interessierte Medienvertreter können sich bis Dienstag früh unter [email protected] anmelden.
Bei dieser Gelegenheit werden Bundesminister Norbert Totschnig und BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl nicht nur die Details des neuen Programms vorstellen, sondern auch über die konkreten Forschungsaktivitäten des BMLUK informieren. Dies bietet eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in die Zukunft der österreichischen Ressortforschung zu gewinnen.
Das neue "Programm für Forschung und Entwicklung 2026-2030" des BMLUK verspricht, wichtige Impulse für die österreichische Forschungslandschaft zu setzen und konkrete Beiträge zur Lösung aktueller Herausforderungen zu leisten.