Freiheitliche Wirtschaft fordert Strukturreformen und Entlastung der Betriebe
Die Freiheitliche Wirtschaft will mit ihrer neuen Kampagne echte Reformen statt Verwaltungsroutine durchsetzen.
Die Freiheitliche Wirtschaft (FW) hat eine neue Kampagne unter dem Motto "Reform statt Stillstand" gestartet. Mit dieser Initiative will die Organisation strukturelle Reformen, mehr Transparenz und spürbare Entlastungen für österreichische Unternehmen durchsetzen. FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler sieht darin einen wichtigen Schritt, um die österreichische Wirtschaftspolitik voranzutreiben.
Laut der Freiheitlichen Wirtschaft liegt Österreichs Hauptproblem nicht im Erkennen von Schwachstellen, sondern in deren Umsetzung. Während Unternehmer täglich mit Herausforderungen wie Liquiditätsengpässen, Auftragsmangel und Fachkräftemangel kämpfen müssen, verliere der Wirtschaftsstandort an Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit.
"In Regierung und Systemstrukturen dominieren Verwaltung, Ankündigungen und parteipolitische Routinen – während tiefgreifende Reformen ausbleiben", kritisiert die FW. Es reiche nicht mehr aus, Probleme nur zu analysieren, sondern es müsse endlich gehandelt werden.
Die vergangenen Monate haben nach Ansicht der Freiheitlichen Wirtschaft den enormen Reformbedarf deutlich gemacht. Besonders kritisiert werden Vertrauensfragen rund um die Wirtschaftskammer, unpassende Gehalts- und Strukturdebatten sowie offene Fragen bei Immobiliengeschäften. Zusätzlich belasten kostspielige externe Prüfungen das System.
Ein weiterer Kritikpunkt sind verzögerte Förderauszahlungen, die Betriebe dazu zwingen, in Vorleistung zu gehen. Statt Entlastung würden neue Steuer- und Abgabenfantasien diskutiert, was die Situation für Unternehmen zusätzlich erschwere.
Die FW sieht das Grundproblem nicht in einer Unterfinanzierung Österreichs, sondern in Überregulierung und Überadministration. "Wer Leistung fordert, muss Leistung ermöglichen", lautet die zentrale Botschaft der Kampagne.
Mit "Reform statt Stillstand" stellt die Freiheitliche Wirtschaft konkrete Forderungen auf:
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler betonte zum Kampagnenstart die Dringlichkeit der Reformen: "Unternehmer dürfen sich nicht ohnmächtig fühlen gegenüber Bürokratie und Belastung. Das gefährdet unseren Standort mehr als jede internationale Konkurrenz."
Für Langthaler ist "Reform statt Stillstand" kein bloßes Schlagwort, sondern ein klarer politischer Auftrag. Die österreichischen Betriebe bräuchten Luft zum Atmen, klare Regeln und verlässliche Rahmenbedingungen. Nur so könne die österreichische Wirtschaft wieder an Tempo gewinnen.
Die Freiheitliche Wirtschaft sieht sich als Taktgeber der österreichischen Wirtschaftspolitik. Mit der neuen Kampagne will sie echte Reformen auf die Tagesordnung bringen und damit einen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich leisten.
Die aktuelle wirtschaftliche Situation in Österreich ist geprägt von verschiedenen Herausforderungen. Unternehmen kämpfen nicht nur mit steigenden Kosten und Fachkräftemangel, sondern auch mit zunehmender Bürokratie und langwierigen Genehmigungsverfahren.
Die Freiheitliche Wirtschaft argumentiert, dass diese Probleme den Standort schwächen und Investitionen abschrecken. Internationale Konkurrenzfähigkeit könne nur durch strukturelle Reformen und Entlastungen wiederhergestellt werden.
Ein zentraler Punkt der Kampagne ist die Forderung nach mehr Transparenz, insbesondere bei der Wirtschaftskammer. Die FW will eine demokratisch legitimierte und kontrollierbare Institution, die im Sinne der Unternehmen handelt.
Diese Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, da verschiedene Diskussionen über die Struktur und Führung der Wirtschaftskammer geführt werden. Die FW sieht hier Handlungsbedarf und will mit ihrer Kampagne Druck für Reformen aufbauen.
Die Kampagne "Reform statt Stillstand" ist langfristig angelegt und soll kontinuierlich Druck für wirtschaftspolitische Reformen aufbauen. Die Freiheitliche Wirtschaft will damit ihre Position als wichtige Stimme der österreichischen Unternehmerschaft stärken.
Ziel ist es, konkrete Verbesserungen für Betriebe zu erreichen und den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Dabei setzt die FW auf Dialog mit Politik und anderen Stakeholdern, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit die Kampagne Resonanz findet und ob sie tatsächlich zu den gewünschten Reformen beitragen kann. Für die österreichischen Unternehmen steht jedenfalls viel auf dem Spiel – sowohl in Bezug auf ihre Wettbewerbsfähigkeit als auch ihre Zukunftsperspektiven.