Internationale Pressekonferenz mit Minister Totschnig und EU-Kommissarin Roswall
Wien wird zum Zentrum der nachhaltigen Forstwirtschaft: Hochrangige Vertreter präsentieren Weiterentwicklungen der waldbasierten Bioökonomie.
Wien rückt am 23. Februar 2026 in den Fokus der internationalen Forstwirtschaft und nachhaltigen Bioökonomie. Im Rahmen des Global Summit "Advancing Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches" laden hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft zu einer bedeutsamen Pressekonferenz in die Orangerie von Schloss Schönbrunn.
Die Pressekonferenz, die von 11:00 bis 11:30 Uhr stattfindet, bringt drei bedeutende Persönlichkeiten der internationalen Forstwirtschaftspolitik zusammen. Bundesminister Norbert Totschnig vom österreichischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft wird gemeinsam mit EU-Kommissarin Jessika Roswall für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft auftreten. Als dritte Sprecherin wird Pumeza Nodada, die stellvertretende Generaldirektorin für Forstwirtschaft im südafrikanischen Ministerium für Forst, Fischerei und Umwelt, aktuelle Entwicklungen der waldbasierten Bioökonomie präsentieren.
Der Global Summit selbst ist ein Beispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit. Österreich und Südafrika führen die Veranstaltung gemeinsam durch, unterstützt von einem beeindruckenden Netzwerk globaler Partner. Australien, Finnland, Japan und die Türkei bringen ihre jeweiligen Expertisen ein, während bedeutende internationale Organisationen wie die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), die International Union of Forest Research Organizations (IUFRO) und das United Nations Forum on Forests Secretariat (UNFFS) ihre institutionelle Unterstützung bereitstellen.
Diese breite internationale Allianz unterstreicht die globale Bedeutung nachhaltiger Forstwirtschaft und der Entwicklung bioökonomischer Ansätze. Die Zusammenarbeit verschiedener Kontinente ermöglicht einen umfassenden Austausch unterschiedlicher Herangehensweisen und regionaler Erfahrungen.
Der Global Summit verfolgt ambitionierte Ziele, die weit über den reinen Wissensaustausch hinausgehen. Im Mittelpunkt steht die Erleichterung des Austauschs von Wissen und bewährten Praktiken zwischen den teilnehmenden Ländern und Stakeholdern. Besonders wichtig ist dabei die systematische Identifizierung von Chancen und Herausforderungen, mit denen Länder bei der praktischen Umsetzung forstbasierter Bioökonomie konfrontiert sind.
Die Veranstaltung dient als wichtige Vorbereitung für kommende internationale Konferenzen und unterstützt die thematischen Prioritäten des UN-Waldforums (UNFF21). Gleichzeitig trägt sie zur Umsetzung des UN Strategic Plan for Forests (UNSPF) bei und reagiert auf konkrete Aufrufe der 27. Sitzung des FAO-Ausschusses für Forstwirtschaft (COFO27) bezüglich nachhaltiger forstbasierter Bioökonomie.
Die waldbasierte Bioökonomie hat sich als zentraler Baustein für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung etabliert. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichen Chancen und bietet Lösungsansätze für globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und die Notwendigkeit nachhaltiger Materialkreisläufe.
Österreich positioniert sich mit der Ausrichtung dieses Global Summit als wichtiger Akteur in der internationalen Forstwirtschaftspolitik. Das Land verfügt über eine lange Tradition nachhaltiger Forstwirtschaft und hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte in der Entwicklung bioökonomischer Ansätze erzielt.
Die Beteiligung der International Union of Forest Research Organizations (IUFRO) unterstreicht die wissenschaftliche Fundierung der Diskussionen. Die Organisation bringt die neuesten Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Debatte ein und sorgt für eine evidenzbasierte Herangehensweise an die komplexen Herausforderungen der modernen Forstwirtschaft.
Gleichzeitig steht die praktische Umsetzung im Vordergrund. Der Austausch bewährter Praktiken zwischen den Teilnehmerländern soll konkrete Handlungsempfehlungen und übertragbare Lösungsansätze hervorbringen, die in verschiedenen regionalen Kontexten angewendet werden können.
Die Teilnahme von EU-Kommissarin Jessika Roswall verdeutlicht die europäische Dimension des Themas. Die EU hat sich ehrgeizige Ziele für eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung gesetzt. Die waldbasierte Bioökonomie spielt dabei eine Schlüsselrolle für die Erreichung der europäischen Klimaziele und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.
Die Kommissarin wird voraussichtlich die europäischen Strategien und Initiativen im Bereich der nachhaltigen Forstwirtschaft vorstellen und deren Verbindung zu globalen Nachhaltigkeitszielen erläutern. Dabei dürfte auch die Rolle der EU als Impulsgeber für internationale Standards und Praktiken zur Sprache kommen.
Die Ergebnisse des Global Summit werden nicht im luftleeren Raum stehen, sondern direkten Einfluss auf kommende internationale Konferenzen haben. Konkret werden die Erkenntnisse und Empfehlungen bei den Konferenzen der UNFF21 und COFO28 präsentiert, wo sie in konkrete politische Maßnahmen und internationale Vereinbarungen einfließen können.
Diese strategische Verknüpfung verschiedener internationaler Foren zeigt die systematische Herangehensweise an die globalen Herausforderungen der Forstwirtschaft. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ansätze entsteht ein dynamischer Prozess, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und praktische Umsetzbarkeit gewährleistet.
Das Medieninteresse an der Veranstaltung spiegelt die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit für Themen der nachhaltigen Entwicklung wider. Journalisten können sich bis Montagfrüh unter [email protected] für die Pressekonferenz anmelden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Akkreditierung für den gesamten Global Summit vor Ort.
Die Wahl der Orangerie in Schloss Schönbrunn als Veranstaltungsort unterstreicht die repräsentative Bedeutung der Veranstaltung. Die historische Kulisse bietet einen würdigen Rahmen für die Diskussion zukunftsweisender Themen der nachhaltigen Entwicklung.
Für Österreich bedeutet die Ausrichtung dieses Global Summit eine wichtige Positionierung in der internationalen Umwelt- und Forstwirtschaftspolitik. Das Land kann seine Expertise und erfolgreichen Praktiken einem globalen Publikum präsentieren und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer Länder lernen.
Die waldbasierte Bioökonomie hat in Österreich bereits eine beachtliche Entwicklung genommen und trägt erheblich zur nationalen Wertschöpfung bei. Die internationale Vernetzung und der Austausch mit anderen führenden Ländern in diesem Bereich können weitere Impulse für Innovation und nachhaltiges Wachstum geben.