Wiener Gesundheitsverbund setzt wichtigen Meilenstein im größten Modernisierungsprogramm
45 Meter vollautomatisierte Laborstraße und 370 topmoderne Geräte: Das neue Zentrallabor der Klinik Favoriten versorgt 500.000 Patienten jährlich.
Der Wiener Gesundheitsverbund hat einen bedeutenden Fortschritt in seinem umfassenden Modernisierungsprogramm erzielt: Das neue Zentrallabor der Klinik Favoriten nimmt seinen Betrieb auf und stellt einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Wiener Gesundheitsversorgung dar.
Das neue High-Tech-Labor erstreckt sich über eine Nutzfläche von etwa 2.000 Quadratmetern und ist mit mehr als 370 topmodernen Geräten ausgestattet. Das Herzstück der Anlage bildet eine 45 Meter lange, vollautomatisierte Laborstraße, die eine hocheffiziente und präzise Bearbeitung von Proben ermöglicht.
Mit dieser technischen Ausstattung kann das Labor rund 3 Millionen Analysen pro Jahr durchführen und etwa 500.000 Patientinnen und Patienten jährlich versorgen. Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die zentrale Bedeutung der Einrichtung für die Gesundheitsversorgung in Wien und darüber hinaus.
Eine besondere Stärke des neuen Zentrallabors liegt in der Arbeit mit infektiösen Proben. Der Standort spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnose und Überwachung von Infektionskrankheiten, was insbesondere in Zeiten globaler Gesundheitsherausforderungen von enormer Wichtigkeit ist.
Die moderne Ausstattung und die spezialisierten Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen es dem Labor, auch hochsensible und gefährliche Proben sicher und effizient zu bearbeiten. Dies trägt wesentlich zur schnellen und zuverlässigen Diagnostik bei, was für die Patientenversorgung von entscheidender Bedeutung ist.
Das neue Zentrallabor bietet nicht nur modernste Technik, sondern auch ein attraktives Arbeitsumfeld für Fachkräfte in den Bereichen Diagnostik, Forschung und Ausbildung. Die modernen Arbeitsbedingungen sollen dazu beitragen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten.
Dies ist besonders wichtig, da der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen auch vor der Labordiagnostik nicht halt macht. Durch die Schaffung eines modernen und technisch hervorragend ausgestatteten Arbeitsplatzes setzt der Wiener Gesundheitsverbund ein wichtiges Signal für die Attraktivität des Standorts Wien im Gesundheitsbereich.
Die Inbetriebnahme des neuen Zentrallabors ist ein weiterer wichtiger Baustein im größten Modernisierungsprogramm in der Geschichte des Wiener Gesundheitsverbundes. Dieses umfassende Programm zielt darauf ab, die Wiener Gesundheitseinrichtungen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und die Qualität der Patientenversorgung kontinuierlich zu verbessern.
Die Investitionen in moderne Infrastruktur und Technologie sind dabei nicht nur eine Verbesserung für die aktuellen Patientinnen und Patienten, sondern auch eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Wien.
Die offizielle Präsentation des neuen Zentrallabors findet am Montag, dem 23. Februar 2026, von 10:30 bis 11:30 Uhr in der Klinik Favoriten statt. Dabei werden hochrangige Vertreter des Wiener Gesundheitswesens anwesend sein und das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen.
Zu den Sprecherinnen und Sprechern zählen Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, sowie Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes. Auch Michaela Riegler-Keil, Ärztliche Direktorin der Klinik Favoriten, und weitere Führungskräfte werden über das Projekt informieren.
Für die Klinik Favoriten selbst stellt das neue Zentrallabor einen enormen Qualitätssprung dar. Die Einrichtung in der Kundratstraße 3 im 10. Wiener Gemeindebezirk kann nun ihre Patientinnen und Patienten noch schneller und präziser diagnostisch betreuen.
Die vollautomatisierte Laborstraße ermöglicht es, Untersuchungsergebnisse in kürzester Zeit zu erstellen, was insbesondere in Notfallsituationen von entscheidender Bedeutung sein kann. Gleichzeitig wird durch die moderne Technik die Fehlerrate minimiert und die Qualität der Diagnosen weiter verbessert.
Die 45 Meter lange, vollautomatisierte Laborstraße ist ein technisches Meisterwerk, das verschiedene Analyseschritte nahtlos miteinander verbindet. Von der Probenentnahme bis zur Ergebniserstellung läuft alles in einem durchgängigen, automatisierten Prozess ab.
Diese Automatisierung bringt mehrere Vorteile mit sich: Zum einen können mehr Proben in kürzerer Zeit bearbeitet werden, zum anderen wird die Fehlerrate durch menschliche Eingriffe minimiert. Gleichzeitig können sich die Fachkräfte auf komplexere Aufgaben und die Interpretation der Ergebnisse konzentrieren.
Neben der reinen Diagnostik spielt das neue Zentrallabor auch eine wichtige Rolle in der Forschung und Ausbildung. Die moderne Ausstattung ermöglicht es, auch komplexe Forschungsprojekte durchzuführen und angehende Labordiagnostiker auf höchstem Niveau auszubilden.
Dies trägt dazu bei, dass Wien als Standort für medizinische Forschung und Ausbildung weiter gestärkt wird. Die Verbindung von modernster Technik mit qualifizierter Ausbildung schafft ideale Voraussetzungen für innovative Entwicklungen in der Labordiagnostik.
Bei der Planung und Umsetzung des neuen Zentrallabors wurden auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit berücksichtigt. Die moderne Technik ist nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als ältere Systeme.
Das Labor ist so konzipiert, dass es auch für zukünftige Entwicklungen in der Labordiagnostik gerüstet ist. Die modulare Bauweise und die flexible Infrastruktur ermöglichen es, auch neue Analysemethoden und Technologien zu integrieren, ohne grundlegende Umbauten durchführen zu müssen.