Land Niederösterreich investiert in integrierten öffentlichen Verkehr
Ab 2028 soll in Klosterneuburg ein kombiniertes System aus Linienbussen und Anrufsammeltaxis den öffentlichen Verkehr revolutionieren.
Die Niederösterreichische Landesregierung hat grünes Licht für ein innovatives Mobilitätsprojekt in Klosterneuburg gegeben. Nach dem positiven Beschluss vom 24. Februar 2026 wird die NÖVOG (Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft) in der Region ein integriertes öffentliches Verkehrssystem etablieren, das klassische Linienbusse mit bedarfsgesteuerten Anrufsammeltaxis kombiniert.
Das Herzstück des neuen Konzepts bildet die intelligente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Während LEOpoldi Linienbusse die Hauptverkehrsachsen im Takt bedienen, übernehmen leoPOLDI Anrufsammeltaxis die Feinverteilung in der Fläche und sorgen für Mobilität zu Randzeiten. Diese Kombination soll ein lückenloses und bedarfsgerechtes Angebot schaffen.
"Mit dem integrierten Mobilitätsangebot in Klosterneuburg setzen wir den nächsten entschlossenen Schritt für einen starken öffentlichen Verkehr in Niederösterreich", erklärt Verkehrslandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer. Das System orientiere sich konsequent an den Anforderungen von Pendlern und Familien und bringe verlässliche wie flexible Verkehrsangebote direkt zu den Menschen.
Das Projekt "Klosterneuburg" umfasst den öffentlichen Regionalverkehr der Gemeinden Klosterneuburg und St. Andrä-Wördern. Die Umsetzung erfolgt durch eine öffentliche Ausschreibung, wodurch eine optimale Kombination der verschiedenen Verkehrsangebote gewährleistet werden soll.
Nach der nun gesicherten Finanzierung durch das Land Niederösterreich können die Fachleute der NÖVOG die konkreten Planungsarbeiten finalisieren. Das entsprechende Vergabeverfahren soll in den nächsten Monaten starten, mit dem Ziel eines Betriebsstarts im Laufe des Jahres 2028.
"Unser Ansatz ist, für die verschiedenen Fahrgastbedürfnisse das jeweils bestmögliche Angebot umzusetzen", betonen die NÖVOG-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl. Regionalbusse werden besonders entlang starker Achsen und im Schülerverkehr eingesetzt, während kleinere Fahrzeuge flexibel und unkompliziert für Fahrten in der Fläche und außerhalb der Stoßzeiten zur Verfügung stehen.
Das neue Mobilitätskonzept baut auf bereits erfolgreichen Pilotprojekten in anderen Regionen Niederösterreichs auf. Erste positive Erfahrungen wurden bereits im westlichen Mostviertel und im Bezirk Korneuburg gesammelt. Diese Erkenntnisse fließen nun in die Planung für Klosterneuburg ein.
Die Kombination aus liniengebundenem öffentlichen Verkehr und bedarfsgesteuerten Anrufsammeltaxis hat sich als praktikable Lösung für ländliche und semi-urbane Gebiete erwiesen. Sie ermöglicht es, auch bei geringerer Nachfrage ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot aufrechtzuerhalten.
Das Klosterneuburger Projekt ist nur der Anfang einer größeren Initiative. Der integrierte NÖVOG-Ansatz soll in den nächsten Jahren in ganz Niederösterreich weiterverfolgt werden. Neben "Klosterneuburg" sind derzeit mit "Römerland Carnuntum" und "westliches Weinviertel" zwei weitere große Umsetzungsprojekte in Vorbereitung.
Diese Ausweitung zeigt das Bekenntnis des Landes zu einem modernen, nachhaltigen und bedarfsgerechten öffentlichen Verkehr. Durch die schrittweise Implementierung können Erfahrungen gesammelt und das System kontinuierlich optimiert werden.
Das neue System bietet den Fahrgästen mehrere Vorteile:
Mit der Finanzierungsfreigabe durch die Landesregierung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die NÖVOG kann nun die detaillierte Planung abschließen und die notwendigen Schritte für die Umsetzung einleiten. Das Vergabeverfahren wird voraussichtlich in den kommenden Monaten beginnen.
Die Investition des Landes Niederösterreich unterstreicht die Bedeutung, die dem öffentlichen Verkehr als Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität beigemessen wird. Besonders in Zeiten steigender Mobilitätsanforderungen und dem Wunsch nach umweltfreundlichen Alternativen zum Individualverkehr ist ein gut funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz von zentraler Bedeutung.
Für die Region Klosterneuburg und St. Andrä-Wördern bedeutet das neue Mobilitätskonzept eine deutliche Aufwertung der öffentlichen Verkehrsanbindung. Die Kombination aus regelmäßigen Linienbussen und flexiblen Anrufsammeltaxis soll dazu beitragen, dass mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und weniger auf das Auto angewiesen sind.
Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern kann auch zur Entlastung der Straßeninfrastruktur beitragen. Gleichzeitig wird die Lebensqualität in der Region durch bessere Mobilität ohne eigenes Auto gesteigert, was besonders für ältere Menschen und Jugendliche von Bedeutung ist.
Das Projekt "Klosterneuburg" zeigt, wie innovative Verkehrskonzepte dazu beitragen können, den öffentlichen Verkehr attraktiver und nutzerfreundlicher zu gestalten. Mit dem geplanten Start 2028 wird eine neue Ära der regionalen Mobilität in Niederösterreich eingeläutet.