Künstler Yadegar Asisi präsentiert ab 24. Januar 2026 sein zehntes Monumentalwerk in der sächsischen Metropole
Das Panometer Leipzig enthüllt im Januar 2026 ein 32 Meter hohes Rundbild der Antarktis - eine künstlerische Hommage an den letzten unberührten Kontinent.
Leipzig wird im Januar 2026 zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Kunsterfahrung: Der renommierte Panoramakünstler Yadegar Asisi präsentiert mit "Antarktis" sein zehntes monumentales Rundbild im Panometer Leipzig. Die Weltpremiere des 32 Meter hohen Kunstwerks findet am 24. Januar 2026 statt und verspricht, Besucherinnen und Besucher in eine der faszinierendsten und zugleich lebensfeindlichsten Regionen unseres Planeten zu entführen.
Die Antarktis gilt als letzter wahrhaft unberührter Kontinent der Erde. Temperaturen von bis zu minus 90 Grad Celsius, monatelange Dunkelheit im Winter und Windgeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern machen sie zu einem Ort, der dem Menschen weitgehend verschlossen bleibt. Genau diese Unzugänglichkeit hat Yadegar Asisi zu seinem neuesten Werk inspiriert.
Das Panorama verdichtet den Naturraum der Antarktis zu einer künstlerischen Interpretation, die weit über eine bloße Abbildung hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die antarktische Küstenlandschaft - jener Bereich, wo Gletscher, Schelfeis und Eisberge in monumentaler Wucht aufeinandertreffen. Die Farbpalette des Werks ist bewusst reduziert und entfaltet eine beinahe surreale Ästhetik, die den Betrachter in eine Welt monumentaler Stille versetzt.
Mit "Antarktis" setzt Yadegar Asisi seine erfolgreiche Naturpanorama-Serie fort. Nach den vielbeachteten Werken "Everest", "Amazonien", "Great Barrier Reef" und "Carolas Garten" widmet sich der Künstler nun dem südlichsten Kontinent der Erde. Jedes dieser Panoramen hat Millionen von Besuchern angezogen und Asisi international als Meister des immersiven Kunsterlebnisses etabliert.
Das Panometer Leipzig, ein ehemaliger Gasometer aus dem Jahr 1909, bietet den perfekten Rahmen für diese monumentalen Werke. Die zylindrische Architektur ermöglicht es, die Rundbilder in ihrer vollen Wirkung zu entfalten. Besucher betreten das Innere des Zylinders und finden sich inmitten einer 360-Grad-Ansicht wieder, die durch ausgeklügelte Licht- und Soundeffekte zum Leben erweckt wird.
Was das Panorama besonders eindrücklich vermittelt, ist die überraschende Lebendigkeit der antarktischen Gewässer. Trotz der extremen klimatischen Bedingungen beherbergt die Region ein hochkomplexes Ökosystem, das zu den produktivsten der Weltmeere zählt. Pinguine watscheln über das Eis, Wale durchpflügen die kalten Gewässer, Robben sonnen sich auf Eisschollen, und zahlreiche Seevogelarten bevölkern die Küsten.
Die Grundlage dieses erstaunlichen Artenreichtums bilden riesige Schwärme von Krill - kleine, garnelenähnliche Krebstiere, die in den nährstoffreichen antarktischen Gewässern in unvorstellbaren Mengen vorkommen. Ein einziger Blauwal kann täglich bis zu vier Tonnen dieser winzigen Organismen vertilgen. Das Panorama macht diese komplexen ökologischen Zusammenhänge auf künstlerische Weise erfahrbar.
Yadegar Asisi versteht sein neues Werk nicht nur als ästhetisches Erlebnis, sondern auch als Aufforderung zur Reflexion. Das Panorama schärft den Blick für die Verletzlichkeit der Antarktis und versteht sich als Plädoyer für Zurückhaltung. Die Botschaft ist klar: Die Antarktis ist ein Ort, der gerade dadurch bewahrt wird, dass der Mensch ihm fernbleibt, ihn respektiert und schützt.
Diese Haltung gewinnt angesichts des Klimawandels besondere Aktualität. Die Antarktis erwärmt sich schneller als fast jede andere Region der Erde. Gletscher schmelzen in besorgniserregendem Tempo, Eisschelfe brechen ab, und der Meeresspiegel steigt. Das Panorama dokumentiert eine Landschaft, die sich in den kommenden Jahrzehnten dramatisch verändern könnte.
Ergänzend zum Panorama zeigt das Panometer Leipzig eine umfangreiche Begleitausstellung. Sie beleuchtet nicht nur Geologie, Klima und Forschungsgeschichte der Antarktis, sondern dokumentiert auch den persönlichen Zugang von Yadegar Asisi zu dieser außergewöhnlichen Region.
Fotografien, Skizzen und Gemälde geben Einblick in die Expeditionen und künstlerischen Recherchen des Künstlers. Besucher erfahren, wie sich Asisi die Antarktis aus der Perspektive des Malers und Erzählers erschlossen hat. Diese Dokumentation des kreativen Prozesses macht deutlich, welch enormer Aufwand hinter der Entstehung eines solchen Monumentalwerks steckt.
Die Ausstellung thematisiert auch die Geschichte der antarktischen Erforschung - von den ersten Sichtungen im frühen 19. Jahrhundert über das heroische Zeitalter der Polarexpeditionen bis hin zur modernen Forschung in den internationalen Stationen, die heute auf dem Kontinent betrieben werden.
Die Premiere von "Antarktis" bildet den Auftakt zu einem bemerkenswerten Jahr für Yadegar Asisi. Der Künstler plant, im Laufe des Jahres 2026 insgesamt drei neue Panoramen zu eröffnen. Details zu den weiteren Projekten wurden noch nicht bekannt gegeben, doch die Ankündigung unterstreicht die anhaltende Produktivität eines Künstlers, der das Medium des Panoramas wie kein zweiter beherrscht.
Asisi hat seit der Eröffnung des ersten Panometers in Leipzig im Jahr 2003 das Genre des monumentalen Rundbilds neu definiert. Seine Werke verbinden künstlerische Vision mit technischer Perfektion und wissenschaftlicher Genauigkeit. Die Mischung aus Kunst, Bildung und Unterhaltung hat ein breites Publikum angesprochen und das Panometer zu einer der meistbesuchten Kultureinrichtungen Sachsens gemacht.
Für Besucherinnen und Besucher aus Österreich bietet das neue Panorama einen attraktiven Anlass für einen Leipzig-Trip. Die sächsische Metropole hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der spannendsten Kulturreiseziele in Deutschland entwickelt. Neben dem Panometer locken das Gewandhaus, die Thomaskirche mit dem Bach-Museum, zahlreiche Galerien und eine lebendige Kunstszene.
Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH bietet spezielle Reiseangebote an, die den Besuch des Panometers mit weiteren kulturellen Highlights der Stadt verbinden. Die Anreise aus Österreich ist dank guter Bahnverbindungen und Flugoptionen unkompliziert möglich.
Das Panometer Leipzig befindet sich in einem denkmalgeschützten Gasometer im Stadtteil Connewitz. Die Adresse lautet Richard-Lehmann-Straße 114. Die Ausstellung ist ganzjährig geöffnet, die genauen Öffnungszeiten und Eintrittspreise für "Antarktis" werden rechtzeitig vor der Eröffnung auf der Website des Panometers veröffentlicht.
Die Pressekonferenz zur Eröffnung findet am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, um 11 Uhr im Panometer Leipzig statt. Für Medienvertreter besteht die Möglichkeit, sich vorab anzumelden und einen exklusiven ersten Blick auf das neue Werk zu werfen.
Mit "Antarktis" schafft Yadegar Asisi mehr als nur ein weiteres spektakuläres Panorama. Er dokumentiert eine Landschaft, die in ihrer jetzigen Form bedroht ist, und appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen für den Schutz unseres Planeten. Das Werk ist zugleich Feier der Schönheit und Mahnung zur Demut - eine Kombination, die typisch ist für Asisis künstlerischen Ansatz.
Die Antarktis bleibt für die meisten Menschen ein unerreichbarer Ort. Das Panorama im Panometer Leipzig bietet die einzigartige Möglichkeit, diesen Kontinent der Extreme auf intensive und emotionale Weise zu erleben - ohne dabei einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Es ist Kunst, die berührt, bildet und zum Nachdenken anregt.