EY-Studie zeigt: Investitionsvolumen hat sich 2025 mehr als halbiert – Experten warnen vor strukturellen Schäden
Das österreichische Start-up-Ökosystem erreicht 2025 einen historischen Tiefstand. Das Finanzierungsvolumen ist um 56 Prozent eingebrochen.
Die österreichische Start-up-Szene steckt in der tiefsten Krise seit Jahren. Das aktuelle EY Start-up-Barometer 2025 zeichnet ein alarmierendes Bild: Das Finanzierungsvolumen für junge Unternehmen ist auf rund 253 Millionen Euro geschrumpft – ein Minus von 56 Prozent gegenüber dem ohnehin schwachen Vorjahr. Damit erreicht das heimische Gründer-Ökosystem einen Stand, der zuletzt vor fünf Jahren verzeichnet wurde.
Was besonders besorgniserregend ist: Der Abwärtstrend hält nun bereits das vierte Jahr in Folge an. Während andere europäische Länder bereits 2024 erste Anzeichen einer Erholung zeigten, bleibt eine vergleichbare Entwicklung in Österreich bislang aus. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von den Rekordjahren 2021 und 2022, als österreichische Start-ups noch Milliardensummen einsammeln konnten, ist man weit entfernt.
Bereits 2024 war ein schwaches Jahr für die heimische Gründerszene. Das Finanzierungsvolumen sank damals im dritten Jahr in Folge um 17 Prozent auf 578 Millionen Euro – den niedrigsten Wert seit 2020. Gleichzeitig ging die Anzahl der Finanzierungsrunden um 19 Prozent von 184 auf 151 Deals zurück. Große Finanzierungsrunden über 100 Millionen Euro blieben erstmals vollständig aus.
„Die Zahlen zeigen unmissverständlich, dass sich das österreichische Start-up-Ökosystem weiter abschwächt