Lilian Klebow und Andi Knoll führten über eine Million Zuseher durch die glamouröse Ballnacht
Die ORF-Sendungen zum Wiener Opernball 2026 erreichten herausragende Einschaltquoten und überzeugten besonders beim jungen Publikum.
Der Wiener Opernball gilt als einer der bedeutendsten gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres – und das nicht nur für die Gäste vor Ort in der Staatsoper. Auch vor den Fernsehbildschirmen versammelten sich am vergangenen Wochenende hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher, um das glamouröse Ereignis mitzuerleben. Nach der erfolgreichen Live-Übertragung in ORF 2 am Donnerstagabend setzten die Begleitformate in ORF 1 den Quotenerfolg eindrucksvoll fort.
Am Freitag, dem 13. Februar 2026, führte Moderatorin Lilian Klebow das Publikum ab 20.15 Uhr durch die Sendung "Alles Opernball". Die beliebte Schauspielerin und Fernsehpersönlichkeit nahm die Zuseherinnen und Zuseher mit auf eine Reise durch das prachtvolle Opernhaus und präsentierte einen umfassenden Rückblick auf die vergangene Ballnacht.
Im Mittelpunkt der Sendung standen dabei die extravagantesten Auftritte des Abends, die aufwendigsten und ungewöhnlichsten Outfits sowie das spannendste Ballgeflüster der rauschenden Nacht. Von den eleganten Roben der Debütantinnen bis hin zu den modischen Statements der prominenten Gäste – kein Highlight blieb unkommentiert.
Die Zahlen sprechen für sich: Bis zu 629.000 Zuseherinnen und Zuseher schalteten ein, im Durchschnitt verfolgten 574.000 Menschen die Sendung. Der erreichte Marktanteil von 24 Prozent unterstreicht das große Interesse der österreichischen Bevölkerung am gesellschaftlichen Großereignis.
Besonders erfreulich aus Sicht des ORF dürfte die starke Performance bei den jüngeren Zuschauergruppen sein. In der Altersgruppe der 12- bis 29-Jährigen erreichte "Alles Opernball" einen bemerkenswerten Marktanteil von 30 Prozent. Bei den 12- bis 49-Jährigen lag der Wert bei 26 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass der Wiener Opernball auch für jüngere Generationen ein relevantes Medienereignis darstellt.
Im Anschluss an "Alles Opernball" feierte um 21.05 Uhr ein neues Format seine erfolgreiche Premiere. In "Alles Walzer – nach dem Ball ist vor dem Ball!" empfing Moderator Andi Knoll prominente Ballbesucherinnen und Ballbesucher an einem ganz besonderen Ort: dem Würstelstand.
Der bewusst gewählte Kontrast zwischen der festlichen Ballkleidung und dem bodenständigen Ambiente des Würstelstands sorgte für unterhaltsame Momente. Gemeinsam mit seinen Gästen blickte Knoll nicht nur auf den Opernball zurück, sondern widmete sich der gesamten laufenden Ballsaison in Österreich.
Das neue Format bot den Zuseherinnen und Zusehern weit mehr als nur Prominenten-Geplauder. Praktische Tipps und Wissenswertes rund um den gelungenen Ballbesuch standen ebenfalls auf dem Programm. Von der richtigen Garderobe über die Etikette bis hin zu Insider-Tipps für verschiedene Bälle – die Sendung lieferte einen umfassenden Einblick in die österreichische Ballkultur.
Das Publikum honorierte das neue Konzept: Bis zu 591.000 Menschen schalteten ein, im Schnitt waren es 545.000 Zuseherinnen und Zuseher. Der Marktanteil lag wie bei der Vorgängersendung bei starken 24 Prozent. Auch bei den jüngeren Zielgruppen punktete das Format mit 25 Prozent bei den 12- bis 29-Jährigen und 24 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen.
Die Quoten der beiden ORF-1-Sendungen reihen sich nahtlos in den Erfolg der Live-Übertragung des Opernballs am Donnerstagabend ein. Der Ball, der traditionell am letzten Donnerstag vor dem Faschingsdienstag stattfindet, zog auch 2026 wieder ein Millionenpublikum vor die Bildschirme.
Der Wiener Opernball hat sich über die Jahrzehnte zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse Österreichs entwickelt. Was einst als exklusives Fest der Wiener Gesellschaft begann, ist heute ein mediales Großereignis, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Aufmerksamkeit erregt. Die Kombination aus Tradition, Glamour und österreichischer Lebensart macht den Ball zu einem einzigartigen Kulturereignis.
Die erfolgreichen TV-Quoten spiegeln auch die umfassende multimediale Strategie des ORF wider. Beide Sendungen waren nicht nur im linearen Fernsehen, sondern auch auf der Streaming-Plattform ORF ON verfügbar. Diese Doppelstrategie ermöglicht es dem öffentlich-rechtlichen Sender, sowohl das klassische Fernsehpublikum als auch jüngere, digital-affine Zuseherinnen und Zuseher zu erreichen.
Die starke Performance bei den jüngeren Altersgruppen deutet darauf hin, dass diese Strategie aufgeht. Der Opernball, oft als Veranstaltung einer älteren Generation wahrgenommen, erweist sich im Fernsehen als generationsübergreifendes Ereignis.
Der Opernball markiert traditionell den Höhepunkt der österreichischen Ballsaison, die sich von November bis zum Faschingsdienstag erstreckt. Doch er ist bei Weitem nicht der einzige Ball, der in dieser Zeit die Menschen begeistert. Von den großen Traditionsbällen wie dem Philharmonikerball oder dem Kaffeesiederball bis hin zu zahlreichen regionalen Veranstaltungen bietet Österreich eine einzigartige Vielfalt an Ballkultur.
Diese Tradition, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat, wird von Generation zu Generation weitergegeben und erfährt in den letzten Jahren eine Renaissance. Immer mehr junge Menschen entdecken die Faszination des Ballbesuchs neu – ein Trend, der sich auch in den TV-Quoten widerspiegelt.
Mit dem Titel "nach dem Ball ist vor dem Ball" deutet die neue Sendung von Andi Knoll bereits an, dass die Ballsaison noch lange nicht vorbei ist. Bis zum Faschingsdienstag laden noch zahlreiche weitere Bälle in ganz Österreich zum Tanzen ein. Ob der ORF auch für diese Events entsprechende Formate plant, bleibt abzuwarten.
Die erfolgreiche Premiere von "Alles Walzer" könnte jedenfalls den Grundstein für eine neue Tradition im österreichischen Fernsehen legen. Ein Format, das die österreichische Ballkultur in all ihren Facetten beleuchtet und dabei sowohl unterhaltsam als auch informativ ist, scheint beim Publikum auf fruchtbaren Boden zu fallen.
Die Einschaltquoten des vergangenen Wochenendes bestätigen einmal mehr die Bedeutung des Wiener Opernballs für das österreichische Fernsehpublikum. Mit einer klugen Programmierung, die von der Live-Übertragung über den Highlight-Rückblick bis hin zum neuen Würstelstand-Format reicht, ist es dem ORF gelungen, das Interesse am gesellschaftlichen Großereignis optimal zu bedienen.
Besonders erfreulich ist dabei die starke Resonanz bei jüngeren Zuseherinnen und Zusehern. Sie zeigt, dass Tradition und Moderne keinen Widerspruch darstellen müssen – und dass der Wiener Opernball auch im Jahr 2026 nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.