Am Mittwoch, den 24. September 2025, wurde Klagenfurt zum Schauplatz einer bedeutenden Initiative, die das Potenzial hat, den österreichischen Pflegesektor nachhaltig zu verändern. Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) veranstaltete in Kooperation mit dem Land Kärnten und dem Institut für Arbe
Am Mittwoch, den 24. September 2025, wurde Klagenfurt zum Schauplatz einer bedeutenden Initiative, die das Potenzial hat, den österreichischen Pflegesektor nachhaltig zu verändern. Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) veranstaltete in Kooperation mit dem Land Kärnten und dem Institut für Arbeitsmigration eine Karriereplattform, die sich auf Gesundheits- und Pflegeberufe konzentrierte. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhielten 70 Flüchtlinge und ukrainische Vertriebene die Gelegenheit, sich über offene Stellen sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Sektor zu informieren.
Die Veranstaltung, die in Klagenfurt stattfand, brachte sieben Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich zusammen. Diese präsentierten ihre vielfältigen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Der ÖIF bot zudem Unterstützung durch berufsbegleitende Deutschlernangebote und half den Teilnehmern vor Ort mit CV-Checks beim Bewerbungsprozess. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Barriere der Sprache zu überwinden, die oft eine Hürde für Migranten darstellt.
Die Pflegepersonalbedarfsprognose der Gesundheit Österreich (GÖG) zeigt, dass bis zum Jahr 2050 in Österreich rund 200.000 Pflege- und Betreuungspersonen fehlen werden. Dies ist eine alarmierende Zahl, die verdeutlicht, wie wichtig es ist, neue Wege zu finden, um diesen Bedarf zu decken. Die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in den Pflegesektor könnte eine Lösung darstellen.
Pflege- und Gesundheitslandesrätin Dr. Beate Prettner betonte: „Wer sich für einen Pflegeberuf entscheidet, hat gut gewählt: nicht nur einen sinnstiftenden, sondern auch einen existenzsichernden und zukunftssicheren Job! Der Bedarf ist enorm – auch in Kärnten müssen wir ihn u. a. mit Fachkräften und Hilfskräften aus dem Ausland decken.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung und die Rolle, die Migranten in der Zukunft der Pflege spielen können.
Ein Schlüssel zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt ist die Sprache. Der ÖIF bietet eine breite Palette an Deutschlernangeboten, die speziell auf die Bedürfnisse von Zuwanderern und Flüchtlingen zugeschnitten sind. Diese Angebote sind nicht nur klassisch, sondern auch digital verfügbar, was den Teilnehmern ermöglicht, ihre Sprachkenntnisse flexibel und ortsunabhängig zu verbessern.
Ein fiktiver Experte für Arbeitsmigration könnte hierzu anmerken: „Die Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren, ist im Pflegealltag unerlässlich. Die Deutschkurse des ÖIF sind daher ein wichtiger Baustein für die Integration und den beruflichen Erfolg von Migranten.“
Während Kärnten mit dieser Initiative einen wichtigen Schritt geht, gibt es ähnliche Programme in anderen Bundesländern. So informieren Einrichtungen wie das AKH Wien, die Innsbrucker Sozialen Dienste und die Caritas in ganz Österreich über offene Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich. Diese Veranstaltungen haben bereits in verschiedenen Regionen stattgefunden und zeigen, dass der Bedarf an Pflegekräften ein landesweites Thema ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Integration ist die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Das ÖIF-Integrationsservice für Fachkräfte hat kürzlich die Fördermöglichkeiten für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen im Gesundheits- und Pflegebereich ausgebaut. Dies ermöglicht es Fachkräften, ihre Qualifikationen schnellstmöglich in Österreich einzusetzen.
Im Jahr 2024 wurden rund 2.000 Anträge auf Berufsanerkennung bewilligt, und über 460.000 Euro an durch den Anerkennungsprozess entstandenen Kosten wurden refundiert. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen zu fördern, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Die Zukunft der Pflege in Österreich hängt entscheidend davon ab, wie gut es gelingt, neue Arbeitskräfte zu integrieren und auszubilden. Die Initiative in Klagenfurt ist ein vielversprechender Schritt in diese Richtung. Wenn ähnliche Programme in anderen Regionen erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies helfen, den Pflegenotstand in Österreich zu lindern.
Ein fiktiver Zukunftsforscher könnte prognostizieren: „Wenn wir es schaffen, die Potenziale der Migranten im Pflegesektor voll auszuschöpfen, könnten wir nicht nur den Fachkräftemangel bewältigen, sondern auch die Qualität der Pflege in Österreich nachhaltig verbessern.“
Die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine politische Herausforderung. Die Zusammenarbeit zwischen dem ÖIF, dem Land Kärnten und dem Institut für Arbeitsmigration zeigt, wie wichtig es ist, dass verschiedene Institutionen zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Diese Kooperationen sind notwendig, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Migranten ermöglichen, schnell und effizient in den Arbeitsmarkt einzutreten. Die Unterstützung durch Förderungen und Anerkennungsverfahren ist dabei ein wesentlicher Bestandteil.
Für die Bürger Kärntens und ganz Österreichs bedeutet die Integration von Migranten in den Pflegesektor vor allem eines: eine Verbesserung der Pflegequalität. Durch die Gewinnung neuer Mitarbeiter können Pflegeeinrichtungen besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen und die Arbeitsbelastung des bestehenden Personals reduzieren.
Dies könnte letztlich zu einer höheren Zufriedenheit sowohl bei den Pflegekräften als auch bei den Patienten führen. Ein fiktiver Pflegeexperte könnte hierzu anmerken: „Die Vielfalt der Kulturen und Erfahrungen, die Migranten mitbringen, kann die Pflege bereichern und zu innovativen Ansätzen in der Patientenbetreuung führen.“
Die Karriereplattform in Klagenfurt zeigt, dass die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in den Pflegesektor nicht nur möglich, sondern notwendig ist. Angesichts des drohenden Pflegenotstands in Österreich ist es entscheidend, solche Initiativen zu fördern und auszubauen. Die Zusammenarbeit von Institutionen und die Unterstützung durch Förderprogramme sind dabei unerlässlich, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.
Mit der richtigen Unterstützung und Ausbildung könnten die 70 Teilnehmer der Klagenfurter Veranstaltung schon bald einen wichtigen Beitrag zur Pflege in Österreich leisten und damit nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern auch die des gesamten Landes positiv beeinflussen.