Die Welt des Handwerks steht vor einer gewaltigen Transformation, und das Herzstück dieser Veränderung ist die Künstliche Intelligenz (KI). Während viele Branchen durch die Automatisierung und Digitalisierung vor Herausforderungen stehen, bietet sich dem Handwerk eine einzigartige Chance. Am 24. Sep
Die Welt des Handwerks steht vor einer gewaltigen Transformation, und das Herzstück dieser Veränderung ist die Künstliche Intelligenz (KI). Während viele Branchen durch die Automatisierung und Digitalisierung vor Herausforderungen stehen, bietet sich dem Handwerk eine einzigartige Chance. Am 24. September 2025 kündigte die Benetics AG eine bahnbrechende Nachwuchskampagne an, die mit einem KI-generierten Film im Hollywood-Stil aufwartet. Doch was steckt hinter dieser Initiative, und wie könnte sie das Handwerk revolutionieren?
Traditionell ist das Handwerk eine Branche, die stark von manuellen Fähigkeiten und praktischen Erfahrungen geprägt ist. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich die Produktivität im Baugewerbe als stagnierend erwiesen. Laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sank die Produktivität im Bauhauptgewerbe von 1991 bis 2023 um 23 %, während sie im verarbeitenden Gewerbe um 103 % stieg. Diese Diskrepanz zeigt den dringenden Bedarf an Innovationen im Bauwesen.
Im Gegensatz zu anderen Branchen, in denen KI oft als Bedrohung wahrgenommen wird, kann sie im Handwerk als wertvolles Werkzeug dienen. Die Benetics AG hebt hervor, dass KI ungeliebte Aufgaben wie die Dokumentation und das Berichtswesen übernehmen kann, wodurch Handwerker mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben. Diese Entlastung könnte den Beruf nicht nur attraktiver machen, sondern auch die Effizienz steigern.
Der mit KI erstellte Social Media Spot inszeniert Handwerker wie Elektriker, Dachdecker und Monteure als Helden der Baustelle. Diese Darstellung soll nicht nur die Attraktivität des Handwerksberufs steigern, sondern auch eine ernsthafte Botschaft vermitteln: KI ist mehr als nur ein technologisches Gimmick; sie ist eine praktische Hilfe im Baualltag. Der Film, der auf Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok veröffentlicht wurde, hat bereits für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Ein zentrales Element der Kampagne ist die Betonung der praktischen Anwendungen von KI im Handwerksalltag. Ein Sprachassistent kann beispielsweise Sprachbarrieren überwinden und die Kommunikation auf der Baustelle erleichtern. Roland Gerwing, Geschäftsführer eines SHK-Betriebs in Bonn, betont, dass solche Lösungen den Beruf authentischer und moderner machen. Zudem könnten sie den dringend benötigten Nachwuchs anziehen.
Der Einsatz von Technologie im Handwerk ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren begann die Automatisierung in der Industrie, doch das Handwerk blieb weitgehend unberührt. Heute, mit der rasanten Entwicklung von KI, steht das Handwerk an einem ähnlichen Wendepunkt wie damals die Industrie. Der Unterschied liegt jedoch in der Herangehensweise: Während Maschinen in der Industrie menschliche Arbeit ersetzen, ergänzt KI im Handwerk die menschlichen Fähigkeiten.
In Österreich beispielsweise hat der Einsatz von KI im Handwerk bereits erste Erfolge gezeigt. In Wien wird KI genutzt, um Bauprojekte effizienter zu planen und umzusetzen, was zu einer höheren Zufriedenheit der Auftraggeber führt. Diese positiven Erfahrungen könnten als Vorbild für andere Regionen dienen, die noch zögerlich im Umgang mit KI sind.
Für den normalen Bürger könnte die Integration von KI im Handwerk zahlreiche Vorteile bringen. Effizientere Bauprozesse könnten die Bauzeiten verkürzen und die Kosten senken. Zudem könnte die höhere Attraktivität des Berufs mehr junge Menschen dazu bewegen, eine Karriere im Handwerk zu starten, was dem Fachkräftemangel entgegenwirkt.
Ein Experte für digitale Transformation im Bauwesen erklärt: "Wir stehen am Beginn einer neuen Ära im Handwerk. KI wird nicht nur die Arbeitsweise verändern, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Handwerk denken." Diese positive Sichtweise wird von vielen geteilt, die die Chancen der Digitalisierung im Handwerk erkennen.
Die Zukunft des Handwerks könnte durch KI also deutlich heller aussehen. Die Benetics AG hat mit ihrer Kampagne einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Doch es bleibt abzuwarten, wie schnell und in welchem Umfang sich diese Veränderungen durchsetzen werden.
Die Botschaft von Benetics AG ist klar: Wer jetzt nicht handelt, bleibt stehen. Die Integration von KI im Handwerk bietet eine einmalige Gelegenheit, die Branche zu modernisieren und für die Zukunft zu rüsten. Es liegt an den Betrieben, diese Chance zu ergreifen und die Möglichkeiten der KI voll auszuschöpfen.
Die vollständige Pressemitteilung und weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Website von Benetics AG.