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Schwer verletzter Kater aus Mondsee sucht seine Familie

Pfotenhilfe behandelt Fundtier mit multiplen Beckenbrüchen

19. Februar 2026 um 08:01
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Ein kastrierter Kater wurde in Mondsee mit schweren Verletzungen gefunden. Der Tierschutzverein Pfotenhilfe sucht nun nach dem Besitzer.

Ein dramatischer Fund in Mondsee (Oberösterreich) beschäftigt derzeit den Tierschutzverein Pfotenhilfe: Ein schwer verletzter Kater wurde aufgegriffen und befindet sich nun in intensiver tierärztlicher Behandlung. Die Verletzungen des Tieres sind so schwer, dass bereits eine aufwendige Operation durchgeführt wurde und eine weitere folgen muss.

Multiple Beckenbrüche erfordern komplexe Behandlung

Der Fundkater, den die Pfotenhilfe-Mitarbeiter liebevoll "Anubis" getauft haben, wurde unverzüglich zu Mag. Daniel Eschlböck nach Alkoven gebracht, einem auf orthopädische Chirurgie spezialisierten Tierarzt. Die Röntgenaufnahmen offenbarten das ganze Ausmaß der Verletzungen: multiple Beckenbrüche, die auf einen schweren Unfall hindeuten.

"Die Verletzungen lassen einen Autounfall oder einen schweren Sturz vermuten", erklärt Johanna Stadler, Chefin der Pfotenhilfe. Eine Seite des Beckens wurde bereits erfolgreich operiert, nun steht die zweite Operation an. Der Kater befindet sich derzeit stationär in der Tierklinik, wo er rund um die Uhr überwacht wird.

Verzweifelte Suche nach dem Besitzer

Besonders hoffnungsvoll stimmte die Tierschützer zunächst die Tatsache, dass der Kater kastriert ist - ein deutliches Zeichen dafür, dass er einen Besitzer hat, der sich um ihn gekümmert hat. "Da er kastriert ist, hofften wir, dass der Halter ihn sucht und auf unsere Fundmeldung reagiert", so Stadler.

Die Pfotenhilfe meldete den Fund ordnungsgemäß im offiziellen Tierschutzportal des Landes Oberösterreich (tiere-die-ins-leben-passen.at). Doch trotz dieser Maßnahme und bereits zwei Wochen Wartezeit hat sich niemand gemeldet. Dies veranlasste den Verein nun dazu, über die Medien um Hinweise zu bitten.

Öffentlicher Aufruf um Hilfe

"Wir unternehmen alles, damit Anubis wieder ganz gesund wird", betont Johanna Stadler den Einsatz ihres Teams. Die Behandlungskosten für die komplexe orthopädische Operation sind erheblich, doch der Verein scheut keine Kosten, um dem Tier zu helfen.

Personen, die Hinweise zum Besitzer des Katers geben können oder die ein Tier in der Region Mondsee vermissen, können sich über das Kontaktformular auf der Website www.pfotenhilfe.at melden. Jeder noch so kleine Hinweis könnte helfen, Anubis mit seiner Familie zu vereinen.

Gefahren des Freilaufs für Katzen

Der Fall von Anubis verdeutlicht einmal mehr die Gefahren, denen freilaufende Katzen täglich ausgesetzt sind. "Straßen sind immer eine große Gefahr für Katzen", warnt Stadler. Der Tierschutzverein prüft daher bei der Vermittlung von Freigängern sehr genau, ob der vorgesehene Platz geeignet ist.

Für Anubis könnte der Unfall paradoxerweise zu einem sichereren Leben führen: "Anubis sollte zukünftig wohl besser ein Stubentiger werden", so die Einschätzung der Pfotenhilfe-Chefin. Ein Leben in der Wohnung oder in einem gesicherten Garten würde das Risiko weiterer Unfälle minimieren.

Präventionsmaßnahmen für Katzenbesitzer

Katzenbesitzer können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um ihre Tiere zu schützen:

  • Sicherung von Balkonen und Terrassen mit Katzennetzen
  • Einrichtung eines katzensicheren Gartens mit hohen Zäunen
  • Verwendung von reflektierenden Halsbändern für bessere Sichtbarkeit
  • Kastration zur Reduzierung des Streuntriebs
  • Kennzeichnung durch Mikrochip für schnelle Identifikation

Die Arbeit der Pfotenhilfe

Der Verein Pfotenhilfe engagiert sich seit Jahren für Tiere in Not und nimmt regelmäßig verletzte oder verlassene Tiere auf. Die Organisation finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und ist auf die Unterstützung tierliebender Menschen angewiesen.

Fälle wie der von Anubis zeigen, wie wichtig die Arbeit solcher Vereine ist. Ohne das schnelle Eingreifen der Pfotenhilfe hätte der verletzte Kater möglicherweise nicht überlebt. Die professionelle tierärztliche Versorgung und die liebevolle Betreuung geben dem Tier nun eine zweite Chance.

Wie man helfen kann

Tierfreunde, die die Pfotenhilfe unterstützen möchten, können dies auf verschiedene Weise tun:

  • Geldspenden für Behandlungskosten
  • Sachspenden wie Futter oder Decken
  • Ehrenamtliche Mitarbeit
  • Verbreitung von Fundmeldungen in sozialen Medien

Hoffnung auf glückliches Ende

Trotz der schweren Verletzungen sind die Tierärzte optimistisch, dass Anubis wieder ein normales Leben führen kann. Die Heilungschancen stehen gut, vorausgesetzt, die zweite Operation verläuft ebenfalls erfolgreich.

"Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich doch noch der Besitzer meldet", sagt Johanna Stadler. "Aber falls nicht, werden wir ein liebevolles neues Zuhause für Anubis finden - eines, in dem er sicher ist."

Der Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig Tierschutzorganisationen für die Gesellschaft sind und wie viel Engagement nötig ist, um Tieren in Not zu helfen. Für Anubis bedeutet die Unterstützung der Pfotenhilfe die Rettung seines Lebens und die Chance auf eine bessere Zukunft.

Schlagworte

#Tierschutz#Pfotenhilfe#Oberösterreich#Mondsee#Katzenhilfe

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