Präsidentin Korosec will 2026 Wahlfreiheit statt Digitalisierungszwang gesetzlich verankern
Der Österreichische Seniorenbund macht sich für ein Recht auf analoge Alternativen stark. Digitalisierung dürfe niemanden zurücklassen.
Der Österreichische Seniorenbund schlägt zum Jahreswechsel Alarm: Während viele Menschen Silvester im Kreis ihrer Liebsten feiern, verbringen tausende ältere Österreicherinnen und Österreicher den Jahreswechsel allein. Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec nimmt dies zum Anlass, um weitreichende politische Forderungen für das Jahr 2026 zu formulieren – allen voran ein gesetzlich verankertes Recht auf analoge Alternativen bei digitalen Dienstleistungen.
Der Jahreswechsel gilt gemeinhin als Zeit des Aufbruchs, der Gemeinschaft und neuer Hoffnungen. Doch für einen beträchtlichen Teil der älteren Bevölkerung sieht die Realität anders aus. Statt Feuerwerk und Champagner prägt Einsamkeit die Silvesternacht vieler Seniorinnen und Senioren.
Korosec appelliert daher an die Solidarität der Bevölkerung: „Nehmen Sie sich kurz Zeit für Menschen in Ihrer Umgebung, die allein sind. Niemand soll das neue Jahr einsam beginnen müssen. Ein Anruf, ein Besuch oder eine Nachricht kann den Unterschied machen."
Die Seniorenbund-Präsidentin warnt jedoch davor, das Problem der Alterseinsamkeit eindimensional zu betrachten. Auch für ältere Menschen, die durchaus digital affin sind und soziale Medien nutzen, birgt die Silvesternacht besondere Herausforderungen. Die Flut an Fotos und Videos von feiernden Menschen auf Social-Media-Plattformen kann das Einsamkeitsgefühl sogar verstärken.
„Digitalisierung entscheidet heute darüber, wer dabei ist und wer zurückbleibt. Genau das dürfen wir nicht zulassen