Wien, am 6. Februar 2026: Die österreichische Öffentlichkeit ist aufgerufen, über die besten Projekte zur Klimawandelanpassung abzustimmen. Der Staatspreis „CliA“ hat 14 innovative Projekte aus knapp 80 Einreichungen ausgewählt, die sich mit den konkreten Folgen des Klimawandels wie Hitzeperioden un
Wien, am 6. Februar 2026: Die österreichische Öffentlichkeit ist aufgerufen, über die besten Projekte zur Klimawandelanpassung abzustimmen. Der Staatspreis „CliA“ hat 14 innovative Projekte aus knapp 80 Einreichungen ausgewählt, die sich mit den konkreten Folgen des Klimawandels wie Hitzeperioden und Starkregenereignissen auseinandersetzen. Diese Projekte zeigen, wie Anpassung vor Ort gelingt und welche Maßnahmen bereits Wirkung zeigen. Das Online-Voting läuft bis zum 5. März und bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, mitzuentscheiden, welche Projekte ausgezeichnet werden.
Der „CliA“ steht für „Climate Adaptation“ und wird vom Umwelt- und Klimaministerium in Zusammenarbeit mit dem Klima- und Energiefonds verliehen. Ziel ist es, Projekte zu fördern, die Menschenleben schützen, die biologische Vielfalt erhalten und die Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels stärken. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Anpassung an den Klimawandel in den Vordergrund zu rücken und innovative Ansätze zu belohnen.
Österreich hat eine lange Tradition in der Umweltpolitik. Bereits in den 1980er Jahren wurden erste Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Reduzierung von CO2-Emissionen eingeführt. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus zunehmend auf die Anpassung an den Klimawandel verschoben. Diese Entwicklung wurde durch die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen, wie Hochwasser und Hitzewellen, beschleunigt. Die Einführung des „CliA“ ist ein weiterer Schritt in dieser kontinuierlichen Entwicklung und zeigt, wie wichtig es ist, proaktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren.
Während Österreich mit dem „CliA“ einen nationalen Fokus auf Klimaanpassung legt, verfolgen auch andere Länder ähnliche Ansätze. In Deutschland gibt es vergleichbare Initiativen, die sich auf den Hochwasserschutz und die Renaturierung von Flussläufen konzentrieren. Die Schweiz hingegen setzt stark auf die Förderung erneuerbarer Energien und die Anpassung der Infrastruktur an die veränderten klimatischen Bedingungen. Diese internationalen Beispiele zeigen, dass Klimaanpassung ein globales Thema ist, das länderübergreifende Lösungen erfordert.
Die nominierten Projekte haben direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürger. Beispielsweise zielt das Projekt „SAVE Port of Linz“ darauf ab, den Hochwasserschutz in der Region zu verbessern und so die Sicherheit der Anwohner zu erhöhen. Ein weiteres Projekt, die „Neugestaltung der Praterstraße“ in Wien, schafft grüne Oasen in der Stadt und reduziert die städtische Hitze. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Umweltbedingungen, sondern tragen auch zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei.
Statistiken zeigen, dass die Anzahl der Hitzetage in Österreich in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes wird erwartet, dass die Durchschnittstemperatur bis 2050 um bis zu 2 Grad Celsius steigen könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu mildern.
Experten sind sich einig, dass die Anpassung an den Klimawandel eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte sein wird. Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, betont die Bedeutung innovativer Ansätze, um die Lebensqualität zu erhalten. Die nominierten Projekte des „CliA“ sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bedarf weiterer Anstrengungen, um langfristige Lösungen zu entwickeln.
Der Staatspreis „CliA“ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Klimaanpassung für Österreich ist. Die nominierten Projekte bieten innovative Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, sich am Online-Voting zu beteiligen und so die Zukunft der Klimaanpassung in Österreich mitzugestalten. Weitere Informationen zu den Projekten und zur Abstimmung finden Sie unter www.staatspreis-anpassung.at.