ARBÖ warnt vor massiven Verzögerungen auf Österreichs Straßen – Skiverkehr, Messen und Konzerte als Hauptursachen
Das kommende Wochenende bringt massive Staus auf Österreichs Straßen. Ferienende, Skiverkehr und Großveranstaltungen in Wien, Graz und Klagenfurt sorgen für Verkehrschaos.
Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Der ARBÖ-Informationsdienst prognostiziert besonders für West- und Südösterreich sowie den Großraum Wien ein verkehrsintensives Wochenende, das Geduld und vorausschauende Planung erfordert.
Die Ursachen für das erwartete Verkehrschaos sind vielfältig: In Oberösterreich und der Steiermark enden die Ferien, ebenso in den deutschen Bundesländern Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Thüringen. Gleichzeitig beginnen in Teilen der Tschechischen Republik, der Niederlande und der Slowakei die Ferien. Diese gegenläufigen Reiseströme, kombiniert mit dem klassischen Skifahrer- und Wochenendverkehr, werden die Straßenkapazitäten an ihre Grenzen bringen.
Hinzu kommen gleich mehrere publikumswirksame Veranstaltungen: Die Häuslbauermesse in Klagenfurt lockt bis zu 27.000 Besucherinnen und Besucher an, während in der Wiener Stadthalle an drei aufeinanderfolgenden Abenden Tausende Fans zu Konzerten und Comedy-Shows strömen. Auch in Graz sorgt ein Auftritt von Mario Barth für zusätzliches Verkehrsaufkommen.
Der ARBÖ erwartet die stärksten Belastungen am Samstag, dem 21. Februar 2026, zwischen den frühen Morgenstunden und dem späten Vormittag. In dieser Zeit überlagern sich die Anreise österreichischer Skifahrer in die Wintersportgebiete und die Rückreise deutscher Skiurlauber, die nach ihrem Winterurlaub in die Heimat aufbrechen. Diese Kombination führt erfahrungsgemäß zu kilometerlangen Staus auf den Transitrouten.
Die Verkehrsexperten haben mehrere neuralgische Punkte identifiziert, an denen mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen ist:
Auch auf den Bundesstraßen müssen Autofahrer mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Besonders betroffen sind die Zillertal Straße (B169), wo es abschnittsweise zu Staus kommt, speziell vor dem Brettfalltunnel. Die Fernpass-Straße (B179) wird ebenfalls stark belastet sein, vor allem im Bereich Nassereith sowie vor dem Lermooser Tunnel und dem Grenztunnel Vils/Füssen.
Weitere kritische Strecken sind die Achensee Straße (B181) zwischen Inntal und Achensee, die Pinzgauer Straße (B311) in den Bereichen Saalfelden/Lofer sowie Bischofshofen und die Ennstal Straße (B320) zwischen Altenmarkt/Radstadt und Schladming.
Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, verschiebt sich der Schwerpunkt der Verkehrsbelastung in den Nachmittag. Ab den frühen Nachmittagsstunden wird der Rückreiseverkehr in Richtung der Ballungsräume – insbesondere Graz, Linz und teilweise auch Wien – auf den klassischen Wochenendverkehr treffen.
Besonders betroffen sein werden:
Der Ferienwechsel in mehreren Ländern wirkt sich auch auf die Grenzübergänge aus. Sowohl am Samstagvormittag als auch am Sonntagnachmittag ist mit verlängerten Wartezeiten zu rechnen. Betroffen sind vor allem folgende Übergänge:
Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. Februar 2026, findet in Klagenfurt die 37. Häuslbauermesse statt. In diese ist auch die Immobilienmesse Alpen-Adria eingebettet. Rund 400 Aussteller präsentieren ihre Angebote zu den Themen Hausbau, Renovieren, Sanieren, Finanzieren, Gartengestaltung und Immobilien. Die erwarteten 27.000 Besucherinnen und Besucher werden das Verkehrsaufkommen rund um das Messegelände deutlich erhöhen.
Besonders am Freitag ab dem späteren Vormittag sowie am Samstag ist mit Verzögerungen und intensivem Parkplatzsuchverkehr zu rechnen. Der ARBÖ empfiehlt, nach Möglichkeit die Spitzenzeiten rund um Messebeginn und Messeschluss zu meiden und bei der An- und Abreise großzügige Zeitreserven einzuplanen. Parkmöglichkeiten stehen direkt am Messeareal zur Verfügung.
In der Halle D der Wiener Stadthalle steht ein besonders veranstaltungsreiches Wochenende bevor. An drei aufeinanderfolgenden Abenden werden Tausende Fans erwartet:
Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, gastiert Herbert Grönemeyer im Rahmen seiner "mittendrin – akustisch"-Tour ab 19:30 Uhr in Wien. Der deutsche Ausnahmekünstler zählt nach wie vor zu den größten Publikumsmagneten im deutschsprachigen Raum.
Am Freitag, dem 20. Februar, folgt "Da Capo Udo Jürgens" – die Original-Show mit dem Orchester Pepe Lienhard. Die Hommage an den unvergessenen österreichischen Entertainer beginnt ebenfalls um 19:30 Uhr und wird zahlreiche Fans der zeitlosen Hits anziehen.
Am Samstag, dem 21. Februar, wechselt das Programm von Musik zu Comedy: Mario Barth präsentiert sein Programm "Männer sind nichts ohne die Frauen" ab 19:00 Uhr. Der Berliner Comedian gehört zu den erfolgreichsten Stand-up-Künstlern im deutschsprachigen Raum.
Rund um die Wiener Stadthalle ist insbesondere vor Beginn sowie nach Ende der Veranstaltungen mit langen Verzögerungen zu rechnen. Staugefährdet sind der Neubaugürtel, die Gablenzgasse, die Hütteldorfer Straße sowie die Straßen im Nibelungenviertel.
Wichtig für Autofahrer: Im 15. Bezirk gilt die Kurzparkzone von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 22:00 Uhr mit einer maximalen Parkdauer von zwei Stunden. Am Wochenende besteht zwar keine Kurzparkzone, allerdings schränken Anwohnerparkplätze das Stellplatzangebot erheblich ein.
Als Parkalternativen empfiehlt der ARBÖ die Stadthallengarage, die Lugner City sowie die Märzparkgarage. Noch besser ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die U6 (Station Burggasse-Stadthalle) und die U3 (Station Schweglerstraße) bieten direkte Verbindungen. Auch die Straßenbahnlinien 6, 9, 18 und 49, die jeweils am Urban-Loritz-Platz halten, sind eine gute Alternative.
Einen Tag vor seinem Auftritt in Wien gastiert Mario Barth am Freitag, dem 20. Februar 2026, um 20:00 Uhr in der Stadthalle Graz. Viele Besucherinnen und Besucher werden die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug wählen, was zu längeren Verzögerungen und zeitweisen Staus führen wird.
Speziell auf der Conrad-von-Hötzendorf-Straße, der Fröhlichgasse, dem Jakominigürtel und dem Schönaugürtel kann es deutlich länger dauern als üblich. Als Parkplatzalternative bietet sich die Tiefgarage in der Fröhlichgasse an.
Die ARBÖ-Verkehrsexperten raten: "Besucherinnen und Besucher, die sich den Stau- und Parkplatzsuchstress nicht antun möchten oder alkoholische Getränke konsumieren wollen, sollten die An- und Abreise mit den Graz Linien wählen. Die Straßenbahnlinien 4, 5 und 6 halten in der Nähe der Stadthalle."
Der ARBÖ gibt Autofahrerinnen und Autofahrern folgende Empfehlungen mit auf den Weg:
Wer diese Ratschläge beherzigt und mit der nötigen Gelassenheit unterwegs ist, kann auch an diesem verkehrsintensiven Wochenende sicher und einigermaßen entspannt ans Ziel kommen.