Am 5. Februar 2026 hat der österreichische Bundesrat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land betrifft. Die Neuregelung der Steuerbegünstigung von Überstunden und Feiertagsarbeit steht im Mittelpunkt der aktuellen politischen Diskussion. In eine
Am 5. Februar 2026 hat der österreichische Bundesrat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land betrifft. Die Neuregelung der Steuerbegünstigung von Überstunden und Feiertagsarbeit steht im Mittelpunkt der aktuellen politischen Diskussion. In einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Herausforderungen stetig wachsen, sucht die Regierung nach Wegen, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und gleichzeitig die Leistung der Arbeitnehmer zu honorieren. Diese Novelle des Einkommensteuergesetzes könnte weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Arbeitskultur haben.
Die Bundesregierung hat beschlossen, die steuerlichen Rahmenbedingungen für Überstunden und Feiertagsarbeit zu ändern. Konkret bedeutet dies, dass ab dem Jahr 2026 bis zu 15 Überstunden pro Monat steuerfrei gestellt werden, wobei die Steuerersparnis maximal 170 Euro betragen kann. Feiertagsarbeit wird sogar bis zu 400 Euro monatlich steuerfrei gestellt. Diese Maßnahmen sollen einerseits die Arbeitnehmer entlasten und andererseits die Attraktivität von Mehrarbeit erhöhen.
Die Diskussion über die Steuerbegünstigung von Überstunden ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren wurde in Österreich über die steuerliche Behandlung von Überstunden debattiert. Damals wie heute ging es darum, den Leistungswillen der Arbeitnehmer zu fördern, ohne die Belastung für den Staatshaushalt zu erhöhen. In den letzten Jahren hat sich die Diskussion jedoch verschärft, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich verändert haben. Die steigende Inflation und die zunehmende Arbeitsbelastung haben den Druck auf die Regierung erhöht, eine Lösung zu finden.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Österreich mit seiner Neuregelung im europäischen Vergleich einen Mittelweg einschlägt. In Deutschland etwa gibt es ähnliche Regelungen, wobei die steuerliche Begünstigung von Überstunden dort stärker an bestimmte Branchen gekoppelt ist. In der Schweiz hingegen sind Überstunden grundsätzlich steuerpflichtig, was zu einer anderen Arbeitskultur führt. Die österreichische Lösung versucht, die Vorteile beider Systeme zu vereinen, indem sie sowohl Anreize für Mehrarbeit schafft als auch die steuerliche Belastung reduziert.
Für die österreichischen Arbeitnehmer bedeutet die Neuregelung eine spürbare Entlastung. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der regelmäßig Überstunden leistet, kann durch die Steuerbefreiung bis zu 170 Euro pro Monat sparen. Diese Einsparung kann in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten einen erheblichen Unterschied machen. Gleichzeitig profitieren auch Arbeitgeber von der Regelung, da sie ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen bieten können, ohne die Lohnkosten zu erhöhen.
Die Regierung rechnet damit, dass die Neuregelung der Steuerbegünstigungen für Überstunden und Feiertagsarbeit den Staatshaushalt jährlich rund 145 Millionen Euro kosten wird. Diese Summe soll jedoch durch die positive wirtschaftliche Entwicklung kompensiert werden, die durch die Anreize für Mehrarbeit erwartet wird. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts hat gezeigt, dass die Steuerbefreiung von Überstunden zu einer Erhöhung der Arbeitszeit um durchschnittlich 5% führen könnte, was wiederum das Wirtschaftswachstum ankurbeln würde.
Die Neuregelung der Steuerbegünstigungen für Überstunden und Feiertagsarbeit ist ein Schritt in Richtung einer flexibleren und leistungsorientierteren Arbeitskultur in Österreich. In den kommenden Jahren wird es entscheidend sein, die Auswirkungen der Regelung genau zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Experten sind sich einig, dass die Regelung dazu beitragen könnte, den Fachkräftemangel in bestimmten Branchen zu lindern und die Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort zu erhöhen.
Die Neuregelung der Steuerbegünstigungen für Überstunden und Feiertagsarbeit ist ein wichtiger Schritt, um die Arbeitsbedingungen in Österreich zu verbessern und den wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Maßnahmen in der Praxis bewähren werden und ob sie tatsächlich die erhofften positiven Effekte auf den Arbeitsmarkt haben werden. Interessierte Bürger können die Entwicklungen weiterhin über die Livestream-Angebote des Nationalrats und des Bundesrats verfolgen.