Führungskräfte aus Österreichs Top-Unternehmen gestalten Unterrichtsstunden und zeigen Jugendlichen neue Perspektiven für ihre Zukunft
Die Teach For Austria Woche bringt Wirtschaft und Schule zusammen: Über 40 Führungskräfte besuchen Klassenzimmer und geben Einblicke in ihre Berufswelt.
Was macht eigentlich ein Geschäftsführer den ganzen Tag? Wie wird man Vorstandsvorsitzende? Und welche Fähigkeiten braucht man wirklich, um in der Berufswelt erfolgreich zu sein? Für viele Kinder und Jugendliche in Österreich bleiben diese Fragen unbeantwortet – besonders dann, wenn es im eigenen Umfeld keine Vorbilder gibt, die solche Einblicke vermitteln könnten.
Genau hier setzt die Teach For Austria Woche an, die auch in diesem Jahr wieder Schulen und Unternehmen zusammenbringt. Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Führungskräfte aus der österreichischen Wirtschaft besuchen Schulklassen, bereiten gemeinsam mit den dort tätigen Fellows Unterrichtsstunden vor und geben den Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke in ihre beruflichen Wege.
Die Liste der teilnehmenden Führungskräfte liest sich wie ein Who's Who der österreichischen Wirtschaft. Von Industrieunternehmen über Banken bis hin zu Versicherungen und Technologiekonzernen – die Bandbreite der vertretenen Branchen ist beeindruckend. Patricia Neumann von Siemens Österreich ist ebenso dabei wie Andreas Brandstetter von der UNIQA Insurance Group, Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß von Fronius International oder Barbara Potisk-Eibensteiner von der Österreichischen Post.
Insgesamt stellen sich mehr als 40 Führungspersönlichkeiten der Herausforderung, gemeinsam mit den Teach For Austria Fellows eine Unterrichtsstunde zu gestalten. Dabei geht es nicht um klassische Karriereberatung oder das Anpreisen von Karriereleitern. Vielmehr steht im Vordergrund, den jungen Menschen zu zeigen, wie Arbeit heute wirklich aussieht, welche Kompetenzen gefragt sind und welche unterschiedlichen Wege in die Berufswelt führen können.
Besonders stark vertreten ist der Finanz- und Bankensektor. Herbert Auer von der Sparkasse Oberösterreich, Ilinka Kajgana und Marion Morales-Albinana-Rosner von der Erste Bank beziehungsweise Bank Austria, Helmut Bernkopf von der Oesterreichischen Kontrollbank sowie Wolfgang Eisl von der LGT Bank zeigen, dass gerade in einer Branche, die oft als abstrakt und schwer zugänglich gilt, der persönliche Kontakt besonders wertvoll sein kann.
Auch die großen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen beteiligen sich aktiv. Erich Lehner von Ernst & Young, Harald Breit, Robert Rzeszut und Claudia Wehinger-Malang von Deloitte sowie Peter Bartos von BDO Austria bringen ihre Expertise in die Klassenzimmer.
„Bildungsgerechtigkeit bedeutet auch, jungen Menschen Zugang zur Welt außerhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen