Bis zu eineinhalb Stunden Zeitverlust auf der Fernpassstrecke – Entspannung erst am Nachmittag erwartet
Der Urlauberschichtwechsel sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen in Tirol und Vorarlberg. ÖAMTC meldet lange Wartezeiten auf wichtigen Transitrouten.
Der Urlauberschichtwechsel hat am heutigen Tag für massive Verkehrsbehinderungen im Westen Österreichs gesorgt. Bereits in den frühen Morgenstunden registrierten die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen erhebliche Staus in Tirol und Vorarlberg, die den Reiseverkehr teilweise zum Erliegen brachten.
Die längsten Verzögerungen verzeichneten Reisende auf der Fernpassstrecke, wo sich die Fahrtzeit abschnittsweise um mehr als eineinhalb Stunden verlängerte. Die beliebte Alternativroute zur mautpflichtigen Autobahn erwies sich damit einmal mehr als neuralgischer Punkt im Tiroler Straßennetz. Autofahrer, die diese Strecke nutzen wollten, mussten sich auf erhebliche Wartezeiten einstellen.
Auch am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden auf der Inntal Autobahn (A12) kam es zu spürbaren Behinderungen. Hier betrug der Zeitverlust für Reisende rund eine halbe Stunde. Die Grenzstelle zwischen Österreich und Deutschland zählt zu den am stärksten frequentierten Übergängen und ist regelmäßig von Staus betroffen, wenn der Urlauberschichtwechsel einsetzt.
Neben den Hauptverkehrsrouten waren auch Nebenstrecken von den Verkehrsbehinderungen betroffen. Auf der Zillertalstraße (B169) zwischen Strass und Fügen kam es ebenfalls zu Verzögerungen. Das Zillertal als beliebtes Urlaubsziel zieht während des Schichtwechsels traditionell viel An- und Abreiseverkehr an.
Ein zusätzlicher Unfall auf der Reschenstraße (B180) bei Ried im Oberinntal verschärfte die ohnehin angespannte Verkehrssituation weiter und führte zu erheblichen Verzögerungen auf dieser wichtigen Verbindungsstrecke.
In Vorarlberg konzentrierten sich die Probleme vor allem auf die Arlberg Schnellstraße (S16). Zwischen den Anschlussstellen Braz-Ost und Dalaas kam der Reiseverkehr immer wieder ins Stocken. Die Strecke durch das Klostertal ist für viele Urlauber die wichtigste Verbindung zwischen Vorarlberg und dem restlichen Österreich.
Die Experten der ÖAMTC-Mobilitätsinformationen geben vorerst keine Entwarnung. Eine Entspannung der Verkehrslage sei erst am Nachmittag zu erwarten. Der Grund: Aus Bayern rollt noch eine beträchtliche Anzahl an Fahrzeugen in Richtung Österreich.
Am Inntal Dreieck sowie an sämtlichen bayerisch-tiroler Grenzstellen fließt der Verkehr derzeit nur zäh. Reisende müssen sich daher weiterhin auf längere Fahrtzeiten einstellen und sollten entsprechend Zeit einplanen.
Um den schlimmsten Staus zu entgehen, empfiehlt es sich für Autofahrer, die Hauptreisezeiten wenn möglich zu meiden. Wer flexibel ist, sollte die Anreise auf den späteren Nachmittag oder frühen Abend verschieben, wenn sich die Verkehrslage voraussichtlich entspannt hat.
Aktuelle Verkehrsinformationen können über die ÖAMTC-App oder die Website des Automobilclubs abgerufen werden. Auch Verkehrsfunk und digitale Navigationssysteme liefern in Echtzeit Updates zur aktuellen Stausituation.
Der Begriff Urlauberschichtwechsel bezeichnet jene Tage, an denen in den Ferienregionen besonders viel Verkehr herrscht – typischerweise samstags, wenn eine Urlauberwoche endet und die nächste beginnt. Abreisende und ankommende Gäste nutzen dann gleichzeitig die Straßen, was zu erhöhtem Verkehrsaufkommen führt.
Besonders betroffen sind dabei die Transitrouten durch Tirol, die sowohl von deutschen Urlaubern auf dem Weg in den Süden als auch von Gästen der österreichischen Skigebiete genutzt werden. Die Semesterferien in verschiedenen deutschen Bundesländern und österreichischen Bundesländern verstärken diesen Effekt zusätzlich.
Der ÖAMTC rät Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und ausreichend Pausen einzuplanen. Gerade bei längeren Staus ist es wichtig, genügend Getränke und Verpflegung im Fahrzeug zu haben.