Ein unerwarteter Triumph für die österreichische Wissenschaft: Am 25. September 2025 gab die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bekannt, dass 25 Spitzenforscher von renommierten US-Universitäten wie Harvard, Princeton und dem MIT dank der ÖAW-Stipendien nach Österreich wechseln. Diese
Ein unerwarteter Triumph für die österreichische Wissenschaft: Am 25. September 2025 gab die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bekannt, dass 25 Spitzenforscher von renommierten US-Universitäten wie Harvard, Princeton und dem MIT dank der ÖAW-Stipendien nach Österreich wechseln. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Schritt für die internationale Sichtbarkeit der österreichischen Forschungslandschaft.
Das Stipendienprogramm APART-USA der ÖAW spielt eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung. Es wurde entwickelt, um exzellenten US-Wissenschaftlern eine attraktive Perspektive zu bieten, ihre Arbeit an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen fortzuführen. Die Forscher decken ein breites Spektrum an Disziplinen ab, von Physik und Chemie über Computerwissenschaften und Life Sciences bis hin zu Kultur- und Geisteswissenschaften.
Der Präsident der ÖAW, Heinz Faßmann, äußerte sich begeistert: „Mit unserem Stipendienprogramm ist es gelungen, diese exzellenten Persönlichkeiten aus den USA nach Österreich zu holen. Sie bringen neue Ideen, neue Perspektiven und internationale Netzwerke mit – das ist ein großer Gewinn für die österreichische Wissenschaft.“
Eva-Maria Holzleitner, die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, betont die politische Bedeutung dieser Initiative: „In einer Zeit, in der politische Eingriffe und autoritäre Strömungen zunehmend in Forschung und Lehre eingreifen, stellen wir uns entschieden dagegen. Akademische Freiheit ist ein hohes Gut und eine unverzichtbare Säule unserer Demokratie.“
Das Programm APART-USA reagierte auf die Veränderungen in der US-amerikanischen Forschungslandschaft unter der Trump-Administration, die in den Vereinigten Staaten und international zu erheblicher Verunsicherung geführt haben. Diese Verunsicherung hat viele Wissenschaftler dazu veranlasst, nach alternativen Möglichkeiten zu suchen, ihre Forschung in einem stabileren Umfeld fortzusetzen.
Die 25 vergebenen Stipendien laufen jeweils über 48 Monate und sind mit je 500.000 Euro dotiert. Finanziert wird APART-USA zu 75 Prozent vom Fonds Zukunft Österreich (FZÖ) und zu 25 Prozent von den aufnehmenden Forschungsstätten, an denen die Stipendiaten angestellt sind.
Die US-Forschenden sind an Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Österreich angestellt – von Wien bis Innsbruck, Graz, Linz und Salzburg. Die Verteilung der Stipendien zeigt die breite Unterstützung und das Interesse an internationaler Spitzenforschung in Österreich.
Der „Brain Gain“, wie er von der ÖAW bezeichnet wird, bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Die neuen Forscher werden nicht nur ihre Expertise und ihre internationalen Netzwerke nach Österreich bringen, sondern auch neue Impulse für die heimische Forschung setzen. Dies könnte langfristig zu einer Stärkung der österreichischen Position in der globalen Wissenschaftslandschaft führen.
Ein Experte für internationale Wissenschaftspolitik kommentiert: „Die Ankunft dieser Forscher in Österreich könnte als Katalysator für weitere internationale Kooperationen dienen und die Attraktivität Österreichs als Forschungsstandort erheblich steigern.“
Österreich hat eine lange Tradition in der Wissenschaft, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Berühmte Wissenschaftler wie Erwin Schrödinger und Ludwig Boltzmann haben das Land auf die wissenschaftliche Landkarte gesetzt. In den letzten Jahrzehnten hat Österreich erheblich in seine Forschungsinfrastruktur investiert, um an diese Tradition anzuknüpfen und neue Talente anzuziehen.
Vergleiche mit anderen europäischen Ländern zeigen, dass Österreich in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hat, um mit größeren Forschungsnationen wie Deutschland und Frankreich mitzuhalten. Die Einführung des APART-USA-Programms ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Die Zukunft der österreichischen Wissenschaft sieht vielversprechend aus. Mit der Ankunft der 25 US-Forscher könnte Österreich neue Forschungsfelder erschließen und bestehende stärken. Dies könnte zu einem Anstieg der wissenschaftlichen Publikationen und einer stärkeren Präsenz auf internationalen Konferenzen führen.
Langfristig könnten diese Entwicklungen auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Eine starke Forschungslandschaft zieht nicht nur Talente an, sondern kann auch Innovationen fördern, die zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen.
Ein weiterer Experte prognostiziert: „Wenn Österreich weiterhin in seine Forschung investiert und internationale Kooperationen fördert, könnte das Land in den nächsten Jahrzehnten zu einem der führenden Wissenschaftszentren Europas werden.“
Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die österreichische Wissenschaft und könnte die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.