AbbVie-Geschäftsführerin übernimmt Führung des Pharmaverbands
Mag. Ute Van Goethem wurde zur neuen Präsidentin des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie gewählt und will Österreich als Forschungsstandort stärken.
Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) hat eine neue Führung: Mag. Ute Van Goethem, Geschäftsführerin von AbbVie Österreich, wurde zur Präsidentin des einflussreichen Pharmaverbands gewählt. Sie folgt auf Leif E. Moll, der zu Merck in die Schweiz wechselt.
Die gebürtige Oberösterreicherin Van Goethem bringt umfangreiche internationale Erfahrung in ihre neue Rolle mit. Seit Januar 2025 ist sie hauptberuflich Geschäftsführerin von AbbVie in Österreich. Zuvor verantwortete sie als Commercial Director Oncology den gesamten europäischen Onkologie-Bereich bei AbbVie.
"Ute Van Goethem ist nicht nur dank ihrer internationalen Erfahrung, ihres Weitblicks und ihrer Fähigkeiten, tragfähige Netzwerke zu knüpfen, eine ideale Besetzung für diese Funktion", erklärt ihr Vorgänger Leif Moll. "Sie hat auch die inhaltlich fokussierte Positionierung des FOPI im letzten Jahr als Vizepräsidentin mitgeprägt."
Van Goethem sieht das österreichische Gesundheitssystem in einer entscheidenden Umbruchphase. "Das heimische Gesundheitssystem ist im Umbruch, und alle Stakeholder sind jetzt gefordert, mit klugen Konzepten und kreativen Ideen ein 'System der Zukunft' zu formen, das allen Menschen gerecht wird", betont die neue FOPI-Präsidentin.
Innovation steht dabei im Zentrum ihrer Strategie. "Innovation spielt eine zentrale Rolle. Denn sie bringt Betroffenen und deren behandelnde Mediziner:innen neue Therapieoptionen, und sie kann auch volkswirtschaftlich positive Effekte bewirken", erklärt Van Goethem ihre Philosophie.
Ein zentrales Anliegen der neuen Präsidentin ist die Stärkung Österreichs als Standort für klinische Forschung. "Als Präsidentin werde ich mich dafür einsetzen, Österreich als Standort für klinische Forschung zu stärken", kündigt sie an.
Besonders wichtig ist ihr der frühzeitige Zugang zu innovativen Arzneimitteln: "Mein zentrales Anliegen ist, den frühzeitigen Zugang zu innovativen Arzneimitteln und die Vielfalt der verfügbaren Medikamente zu erhalten. Denn oft reicht ein Produkt pro Wirkstoffklasse nicht aus, um die besten Behandlungsergebnisse zu erzielen."
Van Goethem will den erfolgreichen Kurs des FOPI fortsetzen. Gemeinsam mit Vize-Präsident George Tousimis, Generalsekretärin Astrid Jankowitsch, Vize-Generalsekretärin Daniela Habith und einem noch zu wählenden weiteren Vizepräsidenten plant sie die Weiterentwicklung der Verbandsarbeit.
"Die bestmögliche Therapie kann jedoch nur dann genutzt werden, wenn sie für die Patient:innen zugänglich ist. Dafür müssen Erstattungspolitik und Standortpolitik optimal zusammenspielen", erklärt sie ihre Vision für eine integrierte Gesundheitspolitik.
Die neue FOPI-Präsidentin sieht in der Förderung innovativer Arzneimittel eine Investition in Österreichs Zukunft: "Österreich braucht die Innovation und auch die klinische Forschung. In innovative Arzneimittel zu investieren bedeutet letztlich, in Österreich als Standort, seine Wettbewerbsfähigkeit und vor allem in die Qualität der Versorgung der Österreicher:innen zu investieren."
Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich vertritt die Interessen der forschenden Pharmaunternehmen im Land. Der Verband spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung der österreichischen Gesundheitspolitik und setzt sich für optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung ein.
Mit der Wahl von Ute Van Goethem zur Präsidentin signalisiert das FOPI den Willen zur Kontinuität bei gleichzeitiger Erneuerung. Ihre internationale Erfahrung und ihr Fokus auf Innovation und Patientenzugang werden wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der österreichischen Pharmaindustrie geben.
Der scheidende Präsident Leif Moll blickt auf eine erfolgreiche Amtszeit zurück: "Es war außerordentlich bereichernd, an der Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitssystems mitzuwirken, den Wert von Innovation ins Zentrum zu rücken und Patient:innen mit neuen Therapien oder Versorgungslösungen Hoffnung zu schenken."