Vor einem Jahr, am 5. Juli 2024, erblickte das Büro für Mitwirkung in Wien das Licht der Welt. Diese innovative Einrichtung, initiiert von Demokratiestadtrat Jürgen Czernohorszky, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bürgerbeteiligung in der österreichischen Hauptstadt zu revolutionieren. Mit einem
Vor einem Jahr, am 5. Juli 2024, erblickte das Büro für Mitwirkung in Wien das Licht der Welt. Diese innovative Einrichtung, initiiert von Demokratiestadtrat Jürgen Czernohorszky, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bürgerbeteiligung in der österreichischen Hauptstadt zu revolutionieren. Mit einem ambitionierten Programm und zahlreichen Projekten hat das Büro in nur zwölf Monaten beeindruckende Meilensteine erreicht.
Seit seiner Gründung hat das Büro für Mitwirkung intensiv daran gearbeitet, die demokratische Teilhabe der Wiener Bevölkerung zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Koordination des Jahres der Europäischen Demokratiehauptstadt sowie die Entwicklung der ersten Wiener Demokratie-Strategie. Diese Strategie, die im Herbst 2025 im Gemeinderat diskutiert und beschlossen werden soll, zielt darauf ab, die Demokratie in Wien nachhaltig zu stärken und auszubauen.
Ein Herzstück der Aktivitäten des Büros ist die „Werkstatt für Mitwirkung“. Dieses Format bringt Demokratiebildung direkt in die Wiener Grätzl, also in die Stadtviertel. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wie der Volkshilfe Wien, den Wiener Volkshochschulen und der Caritas Wien werden die Bürger über demokratisches Handeln im Alltag und Mitbestimmungsmöglichkeiten informiert.
Die Werkstätten dienen als Plattformen, um Menschen zu erreichen, die bislang wenig Gelegenheit oder Informationen zur Mitgestaltung hatten. „Unser Ziel war es von Anfang an, mehr Beteiligung für mehr Wiener zu ermöglichen“, erklärt Wencke Hertzsch, die Referatsleiterin des Büros für Mitwirkung, die in der Abteilung für Energieplanung (MA 20) angesiedelt ist.
Ein zentrales Projekt des Büros ist die Erarbeitung der ersten Wiener Demokratie-Strategie. Diese soll die politischen und sozialen Rahmenbedingungen in der Stadt so gestalten, dass eine lebendige und robuste Demokratie gewährleistet bleibt. Angesichts von Herausforderungen wie der Zunahme von Fake News und gesellschaftlicher Ungleichheit ist es wichtig, neue Antworten zu finden, um die Teilhabe aller Bevölkerungsschichten sicherzustellen.
„Die Gesellschaft ist im Wandel, und damit verändern sich auch die Rahmenbedingungen für unser demokratisches Zusammenleben“, betont Czernohorszky. „Mit der Wiener Demokratie-Strategie wollen wir die nötigen Weichenstellungen vornehmen, um die politische und soziale Teilhabe aller Menschen, die in Wien leben, zu fördern.“
Die Demokratie-Strategie basiert auf einem mehrstufigen Partizipationsprozess, der zahlreiche Vor-Ort-Veranstaltungen, Workshops und eine Online-Beteiligung umfasste. Diese partizipativen Elemente sind entscheidend, um die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger in die Strategie einfließen zu lassen.
Das Büro für Mitwirkung setzt nicht nur Impulse in der Stadtverwaltung, sondern berät auch Bezirke und Dienststellen bei der Gestaltung von Beteiligungsprozessen. Ein weiteres Erfolgsprojekt ist das Wiener Klimateam, das in Zusammenarbeit mit Bezirken und weiteren Dienststellen der Stadt Wien umgesetzt wird.
Die „Bezirke mit Wirkung“ sind ein weiteres Konzept, an dem das Büro arbeitet. Ziel ist es, Demokratie und Beteiligung bei der konkreten Gestaltung des eigenen Lebensumfelds zu stärken. Diese regionalen Ansätze sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Auch in Zukunft hat das Büro für Mitwirkung viel vor. Noch im Sommer finden in Kooperation mit den Wiener Bädern „Werkstätten für Mitwirkung“ statt. Am 15. September können Bürger beim Demokratietag ihre Demokratie-Muskeln trainieren. Zudem werden bei den Stammtischen mit Wirkung Beteiligungsinteressierte zusammengebracht, und im November findet das große Abschlussevent der Europäischen Demokratiehauptstadt in Kooperation mit dem Mitmacht-Festival statt.
Um stets auf dem Laufenden zu bleiben, können sich Interessierte für den Demokratie-Newsletter anmelden oder dem Instagram-Kanal des Büros folgen. Alle Projekte und Vorhaben des Büros für Mitwirkung sind zudem online unter https://mitwirkung.wien.gv.at/ einsehbar.
Die Arbeit des Büros für Mitwirkung hat direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Wiener. Durch die Förderung von Mitbestimmung und Teilhabe wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Lebensqualität verbessert. Bürger erleben, dass ihre Stimme zählt und sie aktiv zur Gestaltung ihrer Stadt beitragen können.
Ein fiktiver Experte für Demokratieprozesse erklärt: „Die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen ist ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit und Stabilität einer Gesellschaft. Das Büro für Mitwirkung leistet hier Pionierarbeit und schafft Vorbilder für andere Städte.“
Wien hat eine lange Tradition der Bürgerbeteiligung. Schon im 19. Jahrhundert gab es Bestrebungen, die Bürger in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Mit der Gründung des Büro für Mitwirkung wird diese Tradition fortgesetzt und in die Moderne überführt. Die Stadt zeigt, dass sie bereit ist, innovative Wege zu gehen, um die Demokratie zu stärken.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern nimmt Wien eine Vorreiterrolle in Sachen Bürgerbeteiligung ein. Während in einigen Regionen ähnliche Initiativen gestartet wurden, ist das Büro für Mitwirkung in Wien einzigartig in seinem umfassenden Ansatz und der Vielzahl an Projekten.
Ein Beobachter merkt an: „Wien zeigt eindrucksvoll, wie Bürgerbeteiligung im 21. Jahrhundert aussehen kann. Andere Bundesländer könnten sich hier einiges abschauen.“
Die Zukunft des Büros für Mitwirkung sieht vielversprechend aus. Mit einem klaren Fahrplan und der Unterstützung der Stadtverwaltung wird es weiterhin eine zentrale Rolle in der Förderung der Demokratie in Wien spielen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Projekte entwickeln und welche weiteren Innovationen das Büro hervorbringen wird.
Abschließend bleibt zu sagen: Das Büro für Mitwirkung in Wien ist ein Leuchtturmprojekt, das zeigt, dass Demokratie nicht nur ein theoretisches Konzept, sondern gelebte Praxis sein kann. Die Wiener Bürger sind eingeladen, Teil dieser spannenden Entwicklung zu sein und ihre Stadt aktiv mitzugestalten.