Die Organisation „Menschen für Menschen“ hat mit ihrem Jahresbericht 2024 beeindruckende Ergebnisse präsentiert. Mit einem finanziellen Volumen von rund 3 Millionen Euro, das durch Spenden und Einnahmen generiert wurde, konnten über 70 Prozent der Mittel direkt in die Projektarbeit in Äthiopien flie
Die Organisation „Menschen für Menschen“ hat mit ihrem Jahresbericht 2024 beeindruckende Ergebnisse präsentiert. Mit einem finanziellen Volumen von rund 3 Millionen Euro, das durch Spenden und Einnahmen generiert wurde, konnten über 70 Prozent der Mittel direkt in die Projektarbeit in Äthiopien fließen. Diese Projekte haben in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen nachhaltige Fortschritte erzielt.
Der Verein „Menschen für Menschen“ ist seit 1981 in Äthiopien tätig und hat sich zum Ziel gesetzt, durch nachhaltige Entwicklungsprojekte die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern. Im Jahr 2024 konnten zentrale Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und neue Projekte gestartet werden. Markus Schwarz-Herda, Vorstand von Menschen für Menschen Österreich, betont: „Dieses Vertrauen der Spenderinnen und Spender ist unser größter Antrieb.“
Ein besonderer Fokus lag auf der Schaffung alternativer Einkommensmöglichkeiten für junge Frauen und Männer. In der Projektregion Albuko wurden gezielt Kooperativen gefördert, etwa in der Fischerei. Diese Initiativen wurden durch fachliche Begleitung und Starthilfe unterstützt, was den jungen Erwachsenen half, erste Erfolge zu erzielen und ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Einführung der Wurmkompostierung. Bereits im ersten Jahr nutzten über 40 Haushalte in Albuko diese umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngemitteln. Der nährstoffreiche Kompost verbessert die Bodenqualität und sorgt für höhere Erträge, was sich wiederum positiv auf die Ernährungssicherheit auswirkt.
Um den Zugang zu sauberem Trinkwasser langfristig zu verbessern, wurden im Jahr 2024 Projekte zum Aufbau großer Wasserversorgungssysteme vorangetrieben. In der Region Jarre in der Somali-Region sollen künftig bis zu 5.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser erhalten.
Auch im Bildungsbereich konnten wichtige Fortschritte erzielt werden. Zwei neue Schulen wurden eröffnet, deren Bau durch das Engagement von „Schule Äthiopien“ ermöglicht wurde. Darunter befindet sich die erste weiterführende Schule in der Region Obosha im Osten Äthiopiens.
Die Bilanz der Projektarbeit im Jahr 2024 ist beeindruckend. Menschen für Menschen hat seit ihrem Bestehen in 28 Regionen Äthiopiens Projekte gestartet, von denen 16 bereits abgeschlossen sind. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:
Diese Zahlen verdeutlichen die enorme Wirkung, die durch die Unterstützung der Spender erzielt werden kann.
Für das Jahr 2025 zeigt sich vorsichtiger Optimismus, auch in sicherheitsbedingt herausfordernden Regionen. In Jeldu, wo die Projektarbeit aufgrund der angespannten Lage längere Zeit pausieren musste, konnten erste Maßnahmen wieder aufgenommen werden. Der Fokus liegt dabei auf der Fertigstellung zentraler Infrastrukturprojekte wie der Wasserversorgung in Boni und dem Schulbau in Shukute.
Im Städtchen Busa wurde im Frühjahr 2025 mit der Verlegung von Wasserleitungen begonnen. Dieses Projekt wird von Menschen für Menschen gemeinsam mit den Austrian Doctors und mit Unterstützung des Landes Salzburg umgesetzt. Ziel ist die langfristige Wasserversorgung für rund 30.000 Menschen in Busa.
Der vollständige Jahresbericht inklusive Finanzbericht steht als Download bereit unter: www.mfm.at/jahresbericht
Seit der Gründung im Jahr 1981 hat Menschen für Menschen zahlreiche Projekte in Äthiopien durchgeführt. Die Organisation verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die wirtschaftliche als auch die soziale Entwicklung fördert. Durch die Kombination aus Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastrukturprojekten wird versucht, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen.
In einem globalen Vergleich zeigt sich, dass Äthiopien trotz seiner Herausforderungen in den letzten Jahren Fortschritte gemacht hat. Die Armutsrate ist gesunken, und die wirtschaftliche Entwicklung hat an Fahrt gewonnen. Projekte wie die von Menschen für Menschen tragen dazu bei, diese positiven Trends zu unterstützen und weiter auszubauen.
Die Projekte von Menschen für Menschen haben direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen in den betroffenen Regionen. Der Zugang zu sauberem Wasser reduziert das Risiko von Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Die Verbesserung der Bildungschancen eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven und Möglichkeiten, ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung von Kooperativen stärken die lokale Wirtschaft und bieten den Menschen die Möglichkeit, ein stabiles Einkommen zu erzielen. Dies trägt dazu bei, die Abhängigkeit von externer Hilfe zu reduzieren und die Selbstständigkeit der Gemeinden zu fördern.
Experten sind sich einig, dass die Arbeit von Menschen für Menschen in Äthiopien einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet. Ein Wirtschaftsexperte erklärt: „Die Kombination aus Bildung, Gesundheit und wirtschaftlicher Förderung ist entscheidend, um langfristige Veränderungen zu bewirken.“
Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass die Projekte von Menschen für Menschen weiter ausgebaut werden. Die Organisation plant, ihre Aktivitäten in Äthiopien zu intensivieren und neue Regionen zu erschließen. Dies könnte dazu beitragen, die Lebensbedingungen von noch mehr Menschen zu verbessern und die positive Entwicklung des Landes zu unterstützen.
Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Partnerschaft zeigt Menschen für Menschen, wie effektive Entwicklungszusammenarbeit aussehen kann. Durch den Einsatz von innovativen Ansätzen und die Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Projekte wird sichergestellt, dass die Maßnahmen langfristig wirken und die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessert wird.