In einer beispiellosen Allianz zwischen Jung und Alt haben Schüler und Senioren in Wien eine Initiative gestartet, die Betrugsmaschen das Handwerk legen soll. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und das Bundesministerium für Inneres (BMI) haben am 23. und 24. Juni 2025 ein einzigartiges generat
In einer beispiellosen Allianz zwischen Jung und Alt haben Schüler und Senioren in Wien eine Initiative gestartet, die Betrugsmaschen das Handwerk legen soll. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und das Bundesministerium für Inneres (BMI) haben am 23. und 24. Juni 2025 ein einzigartiges generationsübergreifendes Projekt ins Leben gerufen, das sowohl Bildung als auch Prävention in den Vordergrund stellt.
Der Workshop, der Schüler der AHS Heustadlgasse und Bewohner der Wohngruppe Kolokation Sonnwendviertel zusammenbrachte, setzt nicht nur auf theoretisches Wissen, sondern auch auf den Austausch persönlicher Erfahrungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Wissen über gängige Betrugsmaschen wie Phishing, Kreditkartenbetrug und den berüchtigten Neffen-/Enkeltrick. Besonders hervorzuheben ist der Love-Scam, bei dem Betrüger emotionale Bindungen ausnutzen, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Die Digitalisierung hat die Welt in den letzten Jahrzehnten rasant verändert. Mit der zunehmenden Nutzung digitaler Zahlungsinstrumente wächst auch die Gefahr, Opfer von Betrugsmaschen zu werden. Die OeNB sieht es als ihre Verantwortung, die Bevölkerung über die sichere Nutzung dieser Instrumente aufzuklären. Eduard Schock von der OeNB betont: „Fundiertes Wissen über Zahlungsinstrumente und deren sichere Nutzung ist wichtig, um finanzielle Verluste und Betrugsfälle zu vermeiden.“
Das Projekt basiert auf der Idee, dass sowohl junge als auch ältere Menschen voneinander lernen können. Durch den Dialog zwischen den Generationen wird nicht nur das Sicherheitsbewusstsein gestärkt, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, dass dieses Wissen in den Familien- und Freundeskreis weitergetragen wird. Petia Niederländer von der OeNB unterstreicht: „Mit diesem Projekt schaffen wir als Notenbank gemeinsam mit der Polizei eine Brücke zwischen den Generationen und stärken gleichzeitig die digitale Resilienz unserer Gesellschaft.“
Die Initiative setzt auf innovative Methoden, um die Teilnehmer aktiv einzubinden. Neben Fachvorträgen von Grätzlpolizisten und Vertretern von GEMEINSAM.SICHER kamen auch Gruppenarbeiten und Fallanalysen zum Einsatz. Diese interaktiven Elemente fördern den lebendigen Austausch und ermöglichen es den Teilnehmern, Reaktionsstrategien auf typische Betrugsszenarien zu entwickeln.
Die enge Zusammenarbeit von Polizei und Nationalbank ist ein starkes Zeichen für die gemeinsame Verantwortung, Sicherheit im Zahlungsverkehr zu gewährleisten. Michael Takacs, Bundespolizeidirektor, erklärt: „Betrug, ob online oder offline, erfordert koordinierte Prävention. Dieses Projekt zeigt, wie Polizei und OeNB zusammenarbeiten, um Wissen zu vermitteln und die Resilienz unserer Gesellschaft zu stärken.“
Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung ist die Entwicklung und Umsetzung präventiver Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Die Initiative legt den Schwerpunkt auf Information, Sensibilisierung und praxisnahe Wissensvermittlung, um die Resilienz gegenüber digitalen Bedrohungen nachhaltig zu stärken.
Nach einer positiven Evaluierung könnte dieses Pilotprojekt auch in anderen Regionen Österreichs umgesetzt werden. Der Erfolg des Projekts zeigt, dass durch Zusammenarbeit nachhaltige Lösungen im Kampf gegen Betrug gefunden werden können. Chefinspektorin Stefanie Jäger vom Referat Community Policing und Bürgerbeteiligung betont: „Sicherheit geht uns alle an – sie ist eine gemeinsame Aufgabe.“
Die Initiative „Achtung, Betrug!“ ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie durch gezielte Aufklärung und den Austausch zwischen den Generationen ein nachhaltiger Beitrag zur digitalen Sicherheit geleistet werden kann. Die Unterstützung von Frau Freya Brandl von der Kolokation Sonnwendviertel und Frau Dagmar Kerschbaumer, Direktorin der AHS Heustadelgasse, war dabei von unschätzbarem Wert.
Mit diesem Projekt setzen die OeNB und das BMI ein starkes Zeichen für Prävention durch Wissen und Dialog, das weit über die Grenzen Wiens hinaus wirksam sein könnte.