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Politik

Wien fördert Demokratie-Projekte: 150.000 Euro für Bürgerideen!

12. Juni 2025 um 07:39
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Wien hat sich erneut als Vorreiter in Sachen Bürgerbeteiligung und Demokratie bewiesen. Am 12. Juni 2025 verkündete die Stadt Wien, auch bekannt als Europäische Demokratiehauptstadt, die Förderung von 17 innovativen Projekten, die einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und Bürgerbeteiligung leist

Wien hat sich erneut als Vorreiter in Sachen Bürgerbeteiligung und Demokratie bewiesen. Am 12. Juni 2025 verkündete die Stadt Wien, auch bekannt als Europäische Demokratiehauptstadt, die Förderung von 17 innovativen Projekten, die einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und Bürgerbeteiligung leisten. Insgesamt werden dafür 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Diese Förderungen sind Teil eines umfassenden Programms, das darauf abzielt, das demokratische Engagement der Wiener Bevölkerung zu fördern.

Demokratie lebt von Beteiligung

Demokratiestadtrat Jürgen Czernohorszky betont die Bedeutung von Bürgerbeteiligung: „Demokratie lebt von Beteiligung. Daher fördern wir als Europäische Demokratiehauptstadt Projekte von engagierten Bürgern, Unternehmen und NGOs, die das Miteinander in unserer Stadt stärken.“ Die Projekte reichen von kulturellen Initiativen wie dem Beserlparktheater bis hin zu technischen Innovationen wie einem „Demokratie-Makeathon“.

Von Beserlparktheater bis Mitmach-Supermarkt

Die Bandbreite der geförderten Projekte ist beeindruckend. Das Beserlparktheater tourt durch drei Randbezirke und bringt Theater auf unkonventionelle Bühnen, während ein Mitmach-Supermarkt die lokale Wirtschaft und das Gemeinschaftsgefühl fördern soll. Ein weiteres Projekt, das Kinderbüro Wien, organisiert spielerische Demokratie-Workshops im Park und bringt das Thema Zusammenleben in die Kinderuni.

  • Beserlparktheater: Tourt durch Randbezirke und bringt Theater in die Parks.
  • Mitmach-Supermarkt: Fördert lokale Wirtschaft und Gemeinschaftsgefühl.
  • Kinderbüro Wien: Organisiert spielerische Demokratie-Workshops im Park.

Herausforderungen der modernen Demokratie

In einer Zeit, in der unsere Demokratie durch Desinformation und autoritäre Versuchungen unter Druck steht, sind solche Projekte von enormer Bedeutung. NEOS Wien Demokratiesprecher Thomas Weber hebt hervor: „Unsere Demokratie ist unter Druck – durch Desinformation, durch autoritäre Versuchungen und durch jene, die von Spaltung profitieren wollen. Gerade jetzt braucht es Menschen, die nicht zuschauen, sondern sich einmischen.“

Ein breites Spektrum an Projekten

Die geförderten Projekte decken eine breite Palette an Beteiligungsmöglichkeiten ab. Von der gezielten Vernetzung und Förderung des Dialogs bis zu Initiativen, die sich speziell an Jugendliche richten. Ein Beispiel ist das Projekt COMMON GROUND, bei dem ein großer, recycelter Teppich gemeinsam von Menschen verschiedener Generationen, Hintergründe und Lebenserfahrungen geflochten wird.

Die Rolle der Fachjury

Eine Fachjury, bestehend aus Expertinnen und Experten fördernder Dienststellen der Stadt Wien sowie Fachexperten aus den Themenfeldern Demokratie und Beteiligung, hat die Projekte ausgewählt. Zuständig für die gesamte Abwicklung ist das in der Abteilung Energieplanung angesiedelte Büro für Mitwirkung.

Die detaillierten Projektbeschreibungen aller geförderten Vorhaben des ersten Calls finden sich auch auf der Website der Europäischen Demokratiehauptstadt unter: demokratiehauptstadt.wien.gv.at.

Transparenz und Zukunftsausblick

Um einen transparenten Prozess sicherzustellen, müssen die Fördernehmer nach Abschluss des Projekts eine vollständige Abrechnung gemäß den Vorgaben des Förderhandbuchs der Stadt Wien einreichen. Alle genehmigten Projekte werden zudem nach den Vorgaben des Wiener Fördertransparenzgesetzes veröffentlicht.

Die Prüfung der Einreichungen des zweiten Förder-Calls, der im Mai endete, läuft aktuell. Auch hier war der Zuspruch enorm: 170 Projekte wurden eingereicht, und die Auswahl erfolgt bis Mitte Juli. Die Stadt Wien plant, auch in Zukunft weitere Calls durchzuführen, um das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu fördern und die Demokratie zu stärken.

Diese Förderungen sind nicht nur ein Zeichen für die lebendige Demokratie in Wien, sondern auch ein Vorbild für andere Städte. Sie zeigen, wie wichtig es ist, Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung ihrer Gemeinschaft einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Visionen umzusetzen.

Fiktive Expertenmeinungen

Dr. Maria Huber, Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien, kommentiert: „Die Förderung solcher Projekte ist ein wichtiger Schritt, um die Demokratie von unten zu stärken. Es zeigt den Bürgerinnen und Bürgern, dass ihre Stimmen gehört werden und sie aktiv zur Gestaltung ihrer Stadt beitragen können.“

Ein weiteres fiktives Zitat kommt von Max Müller, einem Sozialarbeiter in Wien: „Die Einbindung von Jugendlichen in diese Projekte ist entscheidend. Sie sind die Zukunft unserer Demokratie, und es ist wichtig, dass sie von Anfang an lernen, wie sie sich einbringen können.“

Fazit

Mit diesen Förderungen setzt Wien ein starkes Zeichen für Bürgerbeteiligung und Demokratie. Die Vielfalt und Kreativität der Projekte zeigen, dass die Wiener Bevölkerung bereit ist, sich aktiv für eine offene und liberale Gesellschaft einzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Initiativen auch in Zukunft fortgesetzt und ausgebaut werden, um die Demokratie weiter zu stärken und die Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, sich aktiv einzubringen.

Schlagworte

#Bürgerbeteiligung#Demokratie#Engagement#Förderung#Gemeinschaft#Projekte#Wien

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