Die Stadt Wien schlägt ein neues Kapitel in ihrer urbanen Entwicklung auf. Mit dem innovativen Projekt 'Naschpark' wird ein ehemaliger Parkplatz in eine blühende Grünoase verwandelt. Diese Transformation ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Symbol für nachhaltige Stadten
Die Stadt Wien schlägt ein neues Kapitel in ihrer urbanen Entwicklung auf. Mit dem innovativen Projekt 'Naschpark' wird ein ehemaliger Parkplatz in eine blühende Grünoase verwandelt. Diese Transformation ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Symbol für nachhaltige Stadtentwicklung.
Mitten im Herzen Wiens, zwischen den Wienzeilen, entsteht ein 6.820 Quadratmeter großer Park, der nicht nur durch seine Größe beeindruckt, sondern auch durch seine Funktionalität und Gestaltung. Das Projekt, das unter dem Motto 'Raus aus dem Asphalt' läuft, verwandelt eine der größten innerstädtischen Hitzeinseln in einen kühlen, einladenden Aufenthaltsort. Der 'Naschpark', wie er liebevoll genannt wird, wird mit knapp 70 Bäumen bepflanzt, die nicht nur Schatten spenden, sondern auch das Mikroklima verbessern.
Der Wandel von einem Parkplatz zu einem Park ist ein Paradebeispiel für die Begrünungsoffensive der Stadt Wien. Diese Initiative hat bereits in der vergangenen Legislaturperiode eine Rekordbilanz aufgestellt: 344 Projekte in allen 23 Bezirken, 3.316 gepflanzte Bäume und 2.745 neue Sitzmöglichkeiten. Der 'Naschpark' ist ein weiteres Highlight dieser Offensive und wird durch seine Lage und Gestaltung sicherlich viele Besucher anziehen.
Der Naschpark bietet vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung. Von schattigen Pergolen über gemütliche Sitzgelegenheiten bis hin zu Picknicktischen und Hängematten – der Park lädt zum Verweilen ein. Für die jüngeren Besucher gibt es ein Balanciergerät und einen kleinen Aussichtspunkt, der einen faszinierenden Blick ins Wiental bietet.
Die Realisierung des Naschparks war eine ingenieurtechnische Herausforderung. Die Fläche, auf der der Park entsteht, befindet sich direkt über dem Wienflussgewölbe und der U-Bahn, deren Überdachung über 100 Jahre alt ist. Die Oberfläche ist teilweise nur 70 Zentimeter stark, was eine präzise Planung und aufwändige Maßnahmen im Untergrund erforderlich machte. Eine Stahlbetonplatte mit wurzelfester Folie schützt das historische Gewölbe vor großflächiger Wurzelausbreitung.
Die Entstehung des Naschparks ist das Ergebnis einer umfassenden Bürgerbeteiligung, die bereits 2021 begann. Die Wünsche der Bürger, wie der Erhalt des Flohmarkts und die Schaffung konsumfreier Zonen, wurden in die Planung integriert. Ein EU-weiter Ideenwettbewerb und ein kooperatives Verfahren führten zu einem Masterplan, der als Grundlage für den Realisierungswettbewerb diente.
Bis Herbst 2025 soll die klimafitte Neugestaltung abgeschlossen sein. Der Naschpark wird nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner erheblich verbessern. Mit seinem innovativen Konzept könnte er als Vorbild für weitere Städte dienen, die nach nachhaltigen Lösungen für ihre urbanen Herausforderungen suchen.
Der Naschpark ist mehr als nur ein Park – er ist ein Symbol für den Wandel und die Anpassungsfähigkeit urbaner Räume an die Herausforderungen des Klimawandels. Er zeigt, wie eine Stadt ihre Infrastrukturen nutzen kann, um die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Wien setzt damit ein klares Zeichen für eine grüne, nachhaltige Zukunft.