Am 19. November 2025 sorgte der aktuelle GREVIO-Bericht für Aufsehen in Österreich. Die FPÖ-Sprecherin für Frauen und Gleichbehandlung, Rosa Ecker, MBA, äußerte sich in ihrem Debattenbeitrag kritisch zur Frauenpolitik der aktuellen Regierung. Der Bericht stellt ein vernichtendes Urteil über den Gewa
Am 19. November 2025 sorgte der aktuelle GREVIO-Bericht für Aufsehen in Österreich. Die FPÖ-Sprecherin für Frauen und Gleichbehandlung, Rosa Ecker, MBA, äußerte sich in ihrem Debattenbeitrag kritisch zur Frauenpolitik der aktuellen Regierung. Der Bericht stellt ein vernichtendes Urteil über den Gewaltschutz in Österreich aus und zeigt strukturelle Defizite auf, die seit Jahren bestehen.
GREVIO steht für die „Gruppe der Experten zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“. Diese Gruppe überwacht die Umsetzung der Istanbul-Konvention, eines internationalen Vertrags zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Der Bericht kritisiert, dass der Schutz von Frauen in Österreich stark von der Region abhängt, in der sie leben. Diese „Postleitzahlen-Lotterie“ führt dazu, dass Frauen in manchen Bundesländern besser geschützt sind als in anderen.
Der Gewaltschutz in Österreich hat sich über die Jahrzehnte entwickelt. In den 1990er Jahren wurde das Gewaltschutzgesetz eingeführt, das ein Meilenstein im Kampf gegen häusliche Gewalt war. Dennoch gibt es seither immer wieder Kritik an der Umsetzung und den vorhandenen Ressourcen. Die Forderungen nach mehr Gewaltambulanzen und einer besseren Ausstattung der Krankenhäuser sind seit Jahren präsent.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in einigen Bereichen hinterherhinkt. Während in der Schweiz flächendeckend Gewaltambulanzen existieren, kämpft Österreich noch mit der Umsetzung. Deutschland hat in den letzten Jahren verstärkt in den Ausbau von Unterstützungsangeboten investiert, was in Österreich noch aussteht.
Die Auswirkungen dieser Defizite sind gravierend. Frauen in ländlichen Gebieten oder in Bundesländern mit schlechter Ausstattung haben oft keinen Zugang zu notwendigen Hilfsangeboten. Ein Beispiel ist die fehlende forensische Versorgung, die dazu führt, dass Beweise nach Gewalttaten nicht professionell gesichert werden können. Dies erschwert die Strafverfolgung und lässt Täter oft ungestraft davonkommen.
Statistiken zeigen, dass die Zahl der gemeldeten Gewalttaten gegen Frauen in den letzten Jahren gestiegen ist. Trotz dieser alarmierenden Zahlen bleibt die Finanzierung und der Ausbau von Unterstützungsstrukturen unzureichend. Experten fordern seit langem eine umfassende Strategie, um diesen Missständen zu begegnen.
Die Zukunft des Gewaltschutzes in Österreich hängt von der politischen Bereitschaft ab, notwendige Reformen umzusetzen. Rosa Ecker fordert einen verbindlichen Plan mit klaren Fristen und gesicherter Finanzierung. Nur so kann der Schutz von Frauen nachhaltig verbessert werden. Ohne diese Maßnahmen bleibt der Gewaltschutz ein Flickenteppich, der den Bedürfnissen der Betroffenen nicht gerecht wird.
Der GREVIO-Bericht legt offen, dass Österreichs Frauenpolitik dringend Reformen benötigt. Die Kritik der FPÖ und die Forderungen nach konkreten Maßnahmen sind ein Weckruf an die Regierung. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen handeln werden, um die Situation zu verbessern. Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich aktiv in die Debatte einbringen und ihre Stimme erheben, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.