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PBZ Pottendorf setzt auf Solarenergie: 174.000 kWh pro Jahr

Neue Photovoltaikanlage macht Pflegezentrum energieunabhängiger

13. April 2026 um 08:11
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Das Pflege- und Betreuungszentrum Pottendorf erzeugt mit 446 PV-Modulen jährlich genug Strom für 50 Haushalte und spart 31 Tonnen CO₂ ein.

Das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Pottendorf hat einen wichtigen Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit gemacht. Gemeinsam mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister wurde eine neue Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen, die das Pflegezentrum mit selbst produziertem Ökostrom versorgt.

Beeindruckende Zahlen der neuen Solaranlage

Die hochmoderne Photovoltaikanlage auf dem Dach des Pflege- und Betreuungszentrums besteht aus 446 Solarmodulen und erzeugt jährlich rund 174.000 Kilowattstunden sauberen Strom. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 50 österreichischen Einfamilienhaushalten. Durch die Nutzung der Sonnenenergie können jährlich rund 31.000 Kilogramm CO₂ eingespart werden – ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz in der Region.

Die Anlage ist Teil des Projekts "Sonnenkraftwerk NÖ", mit dem das Land Niederösterreich die Installation von Photovoltaikanlagen auf Landesgebäuden systematisch vorantreibt. Das Motto "Heute gedacht, für morgen gemacht" spiegelt die langfristige Ausrichtung dieser Energiestrategie wider.

Strategische Bedeutung für Niederösterreich

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betont die strategische Bedeutung des Projekts: "Mit dem Standort Pottendorf kommt ein weiteres Pflege- und Betreuungszentrum hinzu, das künftig auf eigene Stromproduktion setzt. Damit treiben wir die Umsetzung der Energiestrategie des Landes Niederösterreich konsequent voran."

Die Initiative zielt darauf ab, regionale Standorte zu stärken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Wertschöpfung in Niederösterreich zu sichern. Dies ist besonders in Zeiten volatiler Energiepreise von großer Bedeutung für öffentliche Einrichtungen wie Pflegezentren.

Wirtschaftliche Vorteile für das Pflegezentrum

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bringt die neue Photovoltaikanlage erhebliche Vorteile mit sich. Der kaufmännische Direktor Johannes Salaban-Hofer erklärt: "Die Inbetriebnahme der neuen PV-Anlage ist für uns ein wesentlicher Schritt, um Betriebskosten langfristig zu stabilisieren und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten."

Durch die Eigenstromproduktion wird das PBZ Pottendorf unabhängiger von externen Energiepreisschwankungen. Dies ist besonders wichtig für Pflegeeinrichtungen, die rund um die Uhr in Betrieb sind und einen kontinuierlich hohen Energiebedarf haben. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Standorts wird durch diese Maßnahme erheblich gestärkt.

Österreichische Qualität und regionale Wertschöpfung

Bei der Planung und Umsetzung der Photovoltaikanlage wurde bewusst auf heimische Qualitätsprodukte gesetzt. Die PV-Module, Wechselrichter, Elektronik und Montage stammen fast ausschließlich aus Österreich. Diese Entscheidung unterstützt nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern garantiert auch höchste Qualitätsstandards.

Karl Dorninger, stellvertretender Leiter der Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, hebt die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit hervor: "Dabei legen wir großen Wert auf hochwertige Lösungen und die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben, um sowohl nachhaltige Energie zu erzeugen als auch die Wertschöpfung in Niederösterreich zu stärken."

Höchste Sicherheitsstandards

Die Sicherheit spielt bei der neuen Anlage eine zentrale Rolle. Die PV-Anlage erfüllt höchste Sicherheitsanforderungen durch eine automatische, modulnahe Abschaltung im Störfall. Diese Technologie gewährleistet, dass bei technischen Problemen oder Wartungsarbeiten die Anlage sofort und sicher abgeschaltet werden kann.

Diese Sicherheitsfeatures sind besonders wichtig bei Anlagen auf sensiblen Gebäuden wie Pflegeeinrichtungen, wo der Schutz der Bewohner und des Personals oberste Priorität hat.

Teil einer umfassenden Energiestrategie

Das Projekt in Pottendorf ist Teil einer umfassenderen Energiestrategie des Landes Niederösterreich. Ziel ist es, die Energieunabhängigkeit zu erhöhen und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Weitere Pflege- und Betreuungszentren sollen in den kommenden Jahren ähnliche Anlagen erhalten.

Die Photovoltaikanlage des PBZ Pottendorf zeigt exemplarisch, wie öffentliche Einrichtungen durch den Einsatz erneuerbarer Energien sowohl ökologische als auch ökonomische Ziele erreichen können. Die Kombination aus Kosteneinsparungen, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung macht solche Projekte zu wichtigen Bausteinen einer nachhaltigen Energiezukunft.

Ausblick und Bedeutung für die Zukunft

Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage in Pottendorf setzt ein wichtiges Signal für die Energiewende in Niederösterreich. Sie zeigt, dass auch kleinere kommunale Projekte einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten können.

Für andere Pflege- und Betreuungseinrichtungen in Österreich könnte das Projekt als Vorbild dienen. Die Kombination aus wirtschaftlichen Vorteilen, Umweltschutz und regionaler Wertschöpfung macht Photovoltaikanlagen zu einer attraktiven Investment-Option für öffentliche Einrichtungen.

Mit der jährlichen Produktion von 174.000 Kilowattstunden und der Einsparung von 31 Tonnen CO₂ leistet das PBZ Pottendorf einen konkreten und messbaren Beitrag zur Energiewende in Niederösterreich. Das Projekt demonstriert erfolgreich, dass ökologische Verantwortung und ökonomische Vernunft Hand in Hand gehen können.

Schlagworte

#Photovoltaik#Niederösterreich#Pottendorf#Pflege#Erneuerbare Energie

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