Das österreichische Bundesheer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Mehr als 1.200 neue Kaderanwärter, über 202.000 Personentage im Inland und 13.500 Flugstunden.
Das österreichische Bundesheer meldete für 2025 mehr als 1.200 neue Kaderanwärter, über 202.000 Personentage im Inland und rund 13.500 Flugstunden der Luftstreitkräfte. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Generalstabschef Rudolf Striedinger präsentierten am 17. März 2025 die Bilanz und verwiesen auf die Umsetzungsschritte des Aufbauplans ÖBH2032+.
Im Jahr 2025 begannen mehr als 1.200 Kaderanwärter ihre Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier; rund 700 zivile Planstellen konnten vollständig besetzt werden. Freiwillige Austritte gingen zurück, wie in der Bilanz dargestellt.
Im Inland leisteten die Soldaten über 202.000 Personentage, unter anderem im sicherheitspolizeilichen Einsatz, bei der Bewachung kritischer Infrastruktur und in Katastrophenhilfeeinsätzen, etwa bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche.
Der Entminungsdienst barg und entschärfte rund 28,5 Tonnen Kriegsmaterial bei 1.058 Einsätzen.
Aktuell sind rund 600 Soldaten in 17 Missionen im Ausland tätig, darunter Kontingente bei KFOR im Kosovo, EUFOR in Bosnien und Herzegowina sowie UNIFIL im Libanon. Zusätzlich standen rund 500 Soldaten für die EU-Battle-Group 2025 und etwa 200 Kräfte als Verstärkung für mögliche Einsätze am Balkan bereit.
Die Luftstreitkräfte flogen im Jahr 2025 über 13.500 Stunden. Im Berichtsjahr fanden unter anderem Einsätze zur Waldbrandbekämpfung in der Steiermark und Evakuierungen im Tiroler Gschnitztal nach Murenabgängen statt.
Die Modernisierung der Hubschrauberflotte schreitet voran: Elf AW-169 „Lion“ sind bereits im Dienst, und die Umschulung der Piloten der bisherigen Alouette-III-Hubschrauber auf die neue Typenflotte wurde abgeschlossen.
Zu den genannten Beschaffungen zählen zwölf Leonardo M-346, 315 unbemannte militärische Luftfahrzeuge, 80 neue Gruppentransportfahrzeuge, moderne Gefechtsanzüge, ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar sowie eine Drohnenabwehrbatterie.
Rund 426 Millionen Euro flossen in diverse Infrastrukturprojekte, darunter Generalsanierungen, Instandhaltungen und zahlreiche Projekte der „Mission Vorwärts“ sowie des Aufbauplans ÖBH2032+. Ressortinterne KI-gestützte Anwendungen wurden trainiert, um künftig im gesicherten Netz des Verteidigungsressorts verfügbar zu sein. Das Satellitenprojekt LEO2VELO wurde ebenfalls genannt.
In der Bilanz betonten die Verantwortlichen, dass der Aufbauplan ÖBH2032+ umgesetzt wird und nannte mehrere Fortschritte in Personal, Einsätzen sowie bei der Modernisierung von Gerät und Infrastruktur.