Österreichs Verteidigungsministerium setzt als erstes auf Streaming-Plattform
Das Bundesheer präsentiert alle Video-Inhalte ab sofort kostenfrei auf der österreichischen Streaming-Plattform JOYN.
Das österreichische Bundesheer geht neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit: Als erstes Ministerium Österreichs startet es eine exklusive Kooperation mit der Streaming-Plattform JOYN. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Thomas Gruber, Co-CEO der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe, präsentierten diese wegweisende Partnerschaft, die einen neuen Standard in der behördlichen Kommunikation setzt.
Die Kooperation zwischen dem Bundesheer und JOYN ist mehr als nur eine technische Neuerung – sie ist Teil einer strategischen Neuausrichtung der Kommunikation. "Es wird in den nächsten Jahren entscheidend sein, die Bevölkerung gut über die Aktivitäten und Analysen des Bundesheeres zu informieren", erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei der Präsentation. "Die geistige Landesverteidigung ist eine wichtige Säule, und sie funktioniert nur mit Information."
Diese Aussage gewinnt in Zeiten von Desinformation und Fake News besondere Bedeutung. Das Bundesheer setzt bewusst auf eine österreichische Plattform, die ohne fremdgesteuerte Algorithmen auskommt und damit eine authentische Informationsvermittlung ermöglicht.
Die Wahl fiel nicht zufällig auf JOYN. Die Streaming-Plattform erreicht bereits beeindruckende zwei Millionen aktive Nutzer pro Monat und damit jede dritte Österreicherin und jeden dritten Österreicher. Besonders relevant für die Bundesheer-Kommunikation: Mehr als die Hälfte der JOYN-Nutzer ist unter 40 Jahren – eine Zielgruppe, die über traditionelle Medien schwer zu erreichen ist.
"JOYN schafft durch eine tolle User Experience und ein riesiges Angebot an über 130 Channels und 60 Mediatheken die Möglichkeit, Nutzer im Schnitt rund zwei Stunden zu halten", erklärte Thomas Gruber, Co-CEO der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe. Diese Verweildauer bietet dem Bundesheer die Chance, komplexe Themen ausführlich zu erklären.
Die neue "Unser Heer"-Welt auf JOYN bietet eine bemerkenswerte Bandbreite an Inhalten. Von historischen Dokumentationen über die Anfängszeiten des österreichischen Heeres bis hin zu aktuellen Einblicken in den Militäralltag – das Angebot ist so vielfältig wie das Bundesheer selbst.
Die Bedeutung dieser Kooperation unterstrich auch die Prominenz bei der Präsentation. Neben Ministerin Tanner und Thomas Gruber waren PULS 4 & PULS 24 Infochefin Corinna Milborn, Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky und Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz (ORF) anwesend. Diese hochkarätige Besetzung zeigt, welchen Stellenwert das Projekt in der österreichischen Medienlandschaft hat.
JOYN positioniert sich als "Österreichs kostenloser SuperStreamer" und bietet neben den Bundesheer-Inhalten mehr als 130 Premium Live-Channels, ein umfangreiches On-Demand-Angebot mit über 60 Mediatheken, Serien, Filme, Sport, News, Shows sowie über 40 Radiosender.
Die Plattform ist auf joyn.at sowie in allen App-Stores und auf allen gängigen Streaming-Geräten kostenlos verfügbar. Die spezielle Bundesheer-Mediathek ist direkt über eine eigene URL erreichbar, was die Auffindbarkeit der Inhalte erheblich verbessert.
Diese Kooperation markiert einen Wendepunkt in der behördlichen Kommunikation in Österreich. Das Bundesheer erkennt die veränderten Mediengewohnheiten der Bevölkerung und reagiert mit einer zeitgemäßen Strategie. Statt nur auf traditionelle Pressemitteilungen zu setzen, nutzt es moderne Streaming-Technologie für eine direkte und ungefilterte Kommunikation.
"Pioniergeist und stete Weiterentwicklung liegen in der DNA des Bundesheeres", betonte Ministerin Tanner. "Die Kooperation mit einer innovativen österreichischen Plattform liegt auf der Hand." Diese Aussage verdeutlicht, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion handelt, sondern um Teil einer langfristigen Digitalisierungsstrategie.
Das Bundesheer-Projekt auf JOYN könnte Signalwirkung für andere österreichische Behörden und Institutionen haben. Es zeigt, wie staatliche Stellen moderne Kommunikationskanäle nutzen können, um ihre Zielgruppen direkter und effektiver zu erreichen.
Besonders bemerkenswert ist der Fokus auf die Bekämpfung von Desinformation. Durch die Bereitstellung authentischer, ungefilterter Inhalte auf einer vertrauenswürdigen Plattform schafft das Bundesheer ein Gegengewicht zu möglicherweise verfälschten Darstellungen in anderen Medien.
Die Partnerschaft zwischen Bundesheer und JOYN basiert auf einer "jahrelang sehr engen und guten" Zusammenarbeit, wie Thomas Gruber betonte. Dies lässt auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots schließen. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa könnte diese Plattform eine wichtige Rolle in der Information der österreichischen Bevölkerung über Verteidigungsthemen spielen.
Die Kooperation zeigt auch, wie österreichische Unternehmen und Institutionen zusammenarbeiten können, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln. JOYN als österreichische Plattform bietet dabei den Vorteil, dass die Datenhoheit im Land bleibt und keine Abhängigkeit von internationalen Tech-Konzernen entsteht.
Mit diesem Schritt positioniert sich das österreichische Bundesheer als moderne, transparente Institution, die neue Wege in der Bürgerkommunikation beschreitet. Die kostenlose Verfügbarkeit aller Inhalte unterstreicht dabei den öffentlichen Auftrag zur Information der Bevölkerung.