Österreichischer Bundesheer-Korporal gewinnt mit Stephan Embacher den historischen ersten Super-Teambewerb bei Olympischen Winterspielen
Skisprung-Sensation bei Olympia 2026: Jan Hörl vom Bundesheer holt mit Stephan Embacher Gold im erstmals ausgetragenen Super-Teambewerb.
Es ist der krönende Abschluss einer bemerkenswerten olympischen Skisprung-Woche für Österreich: Korporal Jan Hörl vom Österreichischen Bundesheer hat gemeinsam mit seinem Teamkollegen Stephan Embacher bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina die Goldmedaille im Super-Teambewerb gewonnen. Der historische Triumph im erstmals bei Olympia ausgetragenen Format krönt damit nicht nur die Karriere des Salzburger Ausnahmetalents, sondern unterstreicht auch eindrucksvoll die Bedeutung des Heeressports für den österreichischen Spitzensport.
Der Wettkampf auf der olympischen Großschanze bot den zahlreichen Zuschauern vor Ort und den Millionen Fernsehzuschauern weltweit ein Spektakel der besonderen Art. Während die österreichischen Springer von Beginn an eine souveräne Leistung zeigten, sorgte Mutter Natur für zusätzliche Dramatik. Dichter Schneefall zwang die Wettkampfjury schließlich dazu, den Bewerb nach dem zweiten Durchgang abzubrechen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte das österreichische Duo bereits einen komfortablen Vorsprung von über 20 Punkten auf das zweitplatzierte polnische Team aufgebaut. Die Bronzemedaille ging an das Team aus Norwegen. Der Abbruch änderte somit nichts mehr am verdienten Triumph der rot-weiß-roten Adler, die sich mit konstant starken Sprüngen an die Spitze des Klassements gesetzt hatten.
Für Jan Hörl bedeutet dieser Olympiasieg die perfekte Krönung einer Woche, die zunächst unter seinen Erwartungen verlaufen war. Auf der Normalschanze hatte sich der Salzburger mit dem elften Platz zufriedengeben müssen – ein Ergebnis, das weder seinen Ambitionen noch seiner Form in der laufenden Weltcup-Saison entsprochen hatte. Auch der fünfte Rang auf der Großschanze, obwohl durchaus respektabel, konnte den ehrgeizigen Athleten nicht vollständig zufriedenstellen.
Mit dem Goldmedaillengewinn im Super-Teambewerb hat Hörl nun eindrucksvoll bewiesen, dass er auch auf der größten Bühne des Wintersports zu Höchstleistungen fähig ist. Die Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und im entscheidenden Moment die beste Leistung abzurufen, zeichnet Weltklasseathleten aus – und genau das hat der Bundesheer-Korporal in Cortina unter Beweis gestellt.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zeigte sich begeistert vom Erfolg ihres Heeressportlers und würdigte dessen mentale Stärke: „Korporal Jan Hörl hat gezeigt, was mit eisernem Willen und Leidenschaft für den Sport alles möglich ist. Nach dem für ihn eher enttäuschenden 11. Platz auf der Normalschanze und dem 5. Platz auf der Großschanze hat Korporal Hörl mit dem Olympiasieg im Super-Teambewerb bewiesen, dass er zur absoluten Weltspitze gehört."
Die Ministerin richtete ihre Glückwünsche ausdrücklich an beide Athleten: „Ich gratuliere Jan Hörl und auch Stephan Embacher von ganzem Herzen zu diesem Teamerfolg und zum Olympiasieg." Mit diesen Worten unterstrich Tanner auch die Bedeutung des Teamgedankens, der im neuen Super-Teamformat besonders zum Tragen kommt.
Der Olympiasieg von Jan Hörl kommt keineswegs aus dem Nichts. In der heurigen Skisprungsaison hat sich der Athlet vom Heeres-Leistungssportzentrum Salzburg als einer der konstantesten Springer im Weltcup-Zirkus etabliert. Mit mehreren Top-10 Platzierungen über die gesamte Saison hinweg hatte der Heeressportler bereits vor den Olympischen Spielen gezeigt, dass er zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählt.
Diese Konstanz auf höchstem Niveau ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und professioneller Förderung. Das Zusammenspiel aus talentiertem Athleten, erstklassiger Betreuung und optimalen Trainingsbedingungen hat in Hörl einen Sportler geformt, der auch unter größtem Druck seine Leistung abrufen kann. Der Olympiasieg ist somit auch ein Erfolg des gesamten Systems, das hinter dem Athleten steht.
Der Erfolg von Jan Hörl rückt einmal mehr das Heeressportzentrum des Österreichischen Bundesheeres in den Fokus der Öffentlichkeit. Seit seiner Gründung im Jahr 1962 hat sich das Zentrum als eine der wichtigsten Säulen des österreichischen Leistungssports etabliert. Mit insgesamt elf Heeres-Leistungssportzentren in ganz Österreich bietet das Bundesheer Spitzensportlern optimale Bedingungen, um ihre Karrieren voranzutreiben.
Jährlich werden rund 495 Athleten im Rahmen des Förderprogramms unterstützt, darunter auch 30 Sportler im Behindertensport. Diese Förderung umfasst nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, Spitzensport mit einer beruflichen Perspektive beim Bundesheer zu verbinden. Für viele Athleten ist dies ein entscheidender Faktor, der es ihnen ermöglicht, sich voll und ganz auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren.
Der Olympiasieg von Jan Hörl reiht sich in eine lange Tradition von Erfolgen ein, die Athleten des Heeressports bei sportlichen Großveranstaltungen erzielt haben. Ob bei Olympischen und Paralympischen Spielen, Europa- oder Weltmeisterschaften – Sportler unter der Flagge des Bundesheeres haben über die Jahrzehnte unzählige Medaillen für Österreich gewonnen.
Diese Erfolgsbilanz unterstreicht die Bedeutung der systematischen Sportförderung durch das Bundesheer. Die Kombination aus militärischer Disziplin, professioneller sportlicher Betreuung und der Sicherheit eines geregelten Einkommens schafft ideale Voraussetzungen für Höchstleistungen. Dass Österreich im internationalen Spitzensport seit Jahrzehnten eine Rolle spielt, die weit über die Größe des Landes hinausgeht, ist zu einem erheblichen Teil auch dem Heeressport zu verdanken.
Der Wettbewerb, in dem Hörl und Embacher triumphierten, feierte in Mailand-Cortina seine olympische Premiere. Das Super-Team-Format, das zuvor bereits im Weltcup erprobt wurde, bringt eine neue Dynamik in den Skisprung-Sport. Anders als beim klassischen Teambewerb treten hier nur zwei Athleten pro Nation an, was den Druck auf jeden einzelnen Springer erhöht und gleichzeitig auch kleineren Skisprungnationen bessere Chancen einräumt.
Für Österreich erwies sich das Format als ideale Bühne, um die Stärken seiner beiden Springer optimal zur Geltung zu bringen. Die Harmonie zwischen Hörl und Embacher, die sich in den beiden Durchgängen zeigte, war ein Schlüssel zum Erfolg. Beide Athleten spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an und bilden zusammen ein Team, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Mit dem Olympiasieg im Rücken wird Jan Hörl nun mit gestärktem Selbstvertrauen in die verbleibende Saison gehen. Die Vierschanzentournee und weitere Weltcup-Bewerbe bieten dem Salzburger die Möglichkeit, seinen Aufwärtstrend fortzusetzen und sich weiter in der absoluten Weltspitze zu etablieren.
Der Erfolg von Mailand-Cortina wird dabei als Motivationsschub dienen, aber auch den Druck erhöhen. Als Olympiasieger werden die Erwartungen an Hörl künftig noch größer sein. Doch wenn die Erfahrungen dieser Olympischen Spiele eines gezeigt haben, dann dass der Bundesheer-Korporal mit Druck umgehen kann und gerade dann seine besten Leistungen abruft, wenn es darauf ankommt.
Für den österreichischen Skisprungsport insgesamt ist der Olympiasieg ein wichtiges Signal. Er zeigt, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt und dass Österreich auch in Zukunft zur erweiterten Weltspitze im Skispringen gehören wird. Mit Athleten wie Jan Hörl, die im System des Heeressports gefördert werden, ist für die kommenden Jahre einiges zu erwarten.