Am 16. Januar 2026, einen Tag vor dem Österreichischen Impftag, wird die Bedeutung von Impfungen als essenzielle Gesundheitsvorsorge erneut ins Rampenlicht gerückt. Impfungen schützen Menschen jeden Alters vor Infektionskrankheiten und deren schwerwiegenden Folgen. In Österreich, wo die Durchimpfung
Am 16. Januar 2026, einen Tag vor dem Österreichischen Impftag, wird die Bedeutung von Impfungen als essenzielle Gesundheitsvorsorge erneut ins Rampenlicht gerückt. Impfungen schützen Menschen jeden Alters vor Infektionskrankheiten und deren schwerwiegenden Folgen. In Österreich, wo die Durchimpfungsraten unter dem europäischen Durchschnitt liegen, sind die Auswirkungen deutlich spürbar: Krankheiten wie Masern und Keuchhusten treten vermehrt auf. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, die Impfraten zu erhöhen und die Bevölkerung umfassend zu informieren.
Impfungen sind eine der effektivsten präventiven Maßnahmen der modernen Medizin. Sie schützen nicht nur vor Infektionskrankheiten, sondern können auch schwere Krankheitsverläufe und langfristige Folgeschäden verhindern. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen sind Impfungen von großer Bedeutung, da sie zusätzliche Risiken minimieren und die Lebensqualität erhalten.
Die Geschichte der Impfungen reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Edward Jenner die erste Pockenimpfung entwickelte. Seitdem haben sich Impfstoffe kontinuierlich weiterentwickelt und tragen maßgeblich zur Eindämmung vieler Krankheiten bei. In Österreich wurden Impfprogramme seit den 1950er Jahren systematisch eingeführt, um die Bevölkerung vor Krankheiten wie Polio und Masern zu schützen. Trotz dieser Fortschritte gibt es immer noch Herausforderungen, insbesondere bei der Akzeptanz und dem Zugang zu Impfungen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz liegt Österreich bei den Durchimpfungsraten zurück. In Deutschland beispielsweise gibt es strengere Impfpflichten, die zu höheren Impfraten führen. Die Schweiz hingegen setzt auf umfassende Informationskampagnen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Beide Ansätze zeigen, dass eine Kombination aus Verpflichtung und Aufklärung notwendig ist, um die Impfraten zu verbessern.
Die niedrigen Impfraten in Österreich haben konkrete Auswirkungen auf die Bevölkerung. So sind in den letzten Jahren vermehrt Masernausbrüche zu verzeichnen, die nicht nur die Gesundheit der Betroffenen gefährden, sondern auch das Gesundheitssystem belasten. Ein Beispiel ist der Masernausbruch in Wien im Jahr 2024, der zu zahlreichen Krankenhauseinweisungen führte. Um solche Szenarien zu vermeiden, ist ein lückenloser Impfschutz unerlässlich.
Laut einer Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2025 liegt die Durchimpfungsrate in Österreich bei nur 75 %, während der EU-Durchschnitt bei 85 % liegt. Diese Diskrepanz zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Impfraten zu erhöhen und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.
Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, betont die Notwendigkeit, das Impfprogramm für Erwachsene weiterzuentwickeln. Er fordert klare Empfehlungen für regelmäßige Auffrischungen und eine verstärkte Information der Bevölkerung. Nur so könne ein verlässlicher Schutz über alle Lebensphasen hinweg sichergestellt werden.
Die Zukunft der Impfungen in Österreich sieht vielversprechend aus. Der Pipeline-Report von Vaccines Europe zeigt, dass 91 Impfstoff- und Antikörperkandidaten in der klinischen Entwicklung sind. Diese richten sich gegen Erreger, für die es bislang keine zugelassenen Impfstoffe gibt, wie Lyme-Borreliose und HIV. Diese Entwicklungen könnten entscheidend dazu beitragen, die Gesundheitsvorsorge in Österreich zu revolutionieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Impfungen ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge in Österreich sind. Um die Bevölkerung wirksam zu schützen, müssen die Impfraten erhöht und die Bevölkerung umfassend informiert werden. Der Österreichische Impftag bietet eine wertvolle Plattform, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen zu schärfen und den Austausch über gesundheitliche Innovationen zu fördern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der PHARMIG.