Neue Tarife ab Jänner – auch andere Städte planen Erhöhungen
Ab 1. Jänner 2026 werden die Parkgebühren in Wien deutlich teurer. Auch in anderen österreichischen Städten stehen Preisanpassungen bevor.
Wer in Wien sein Auto abstellen möchte, muss ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Mit 1. Jänner 2026 treten in der Bundeshauptstadt neue Parkgebühren in Kraft, die eine spürbare Erhöhung der bisherigen Tarife bedeuten. Der ÖAMTC informiert über die wichtigsten Änderungen und gibt Tipps, wie Autofahrerinnen und Autofahrer den Überblick behalten können.
Die Wiener Kurzparkzonen werden ab dem Jahreswechsel nach einem neuen Tarifsystem abgerechnet. Die gute Nachricht vorweg: Die ersten 15 Minuten bleiben weiterhin kostenlos. Danach staffeln sich die Gebühren wie folgt:
Für Inhaber eines Parkpickerls bedeutet die Neuregelung ebenfalls höhere Kosten. Die jährliche Parkometerabgabe steigt auf 156 Euro. Diese Erhöhung betrifft alle Wienerinnen und Wiener, die auf das Parkpickerl angewiesen sind, um in ihrem Wohnbezirk einen Stellplatz zu finden.
Autofahrerinnen und Autofahrer, die noch alte Parkscheine mit den bis 31. Dezember 2025 gültigen Tarifen besitzen, können diese noch sechs Monate lang verwenden. Die Übergangsfrist läuft bis zum 30. Juni 2026. Allerdings weist der ÖAMTC auf einen wichtigen Umstand hin, den der Automobilclub bereits mehrfach kritisiert hat: Nach Ablauf dieser Frist ist weder ein Umtausch noch eine Rückgabe der alten Parkscheine möglich – auch nicht gegen Aufzahlung. Wer also noch größere Mengen an alten Parkscheinen besitzt, sollte diese rechtzeitig aufbrauchen.
Wien ist bei weitem nicht die einzige Stadt, die an der Preisschraube dreht. In ganz Österreich bereiten sich Kommunen auf Anpassungen ihrer Parkgebühren vor. Besonders in Vorarlberg stehen im ersten Quartal 2026 Änderungen bevor.
In Dornbirn werden die Parkpreise im ersten Quartal des kommenden Jahres angepasst. Auch in weiteren Vorarlberger Städten laufen bereits Gespräche über neue Tarife. Betroffen sind voraussichtlich Feldkirch, Bludenz, Bregenz und Hohenems. Konkrete Zahlen wurden bisher noch nicht kommuniziert, doch Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich auf höhere Kosten einstellen.
Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind ebenfalls Preisanpassungen zu erwarten. Wiener Neustadt und Klosterneuburg haben bereits angekündigt, ihre Parkgebühren zu überarbeiten. Besonders interessant ist die Entwicklung in Mödling: Dort wird derzeit über die Einführung einer komplett neuen gebührenpflichtigen Parkzone diskutiert, die das gesamte Stadtgebiet umfassen könnte. Dies würde einen deutlichen Einschnitt für alle bedeuten, die bisher kostenlos in bestimmten Bereichen der Stadt parken konnten.
„Es ist erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass weitere Städte und Gemeinden in ganz Österreich folgen werden