Der 24. Juli markiert einen düsteren Meilenstein für unseren Planeten: den Welterschöpfungstag. An diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Diese alarmierende Nachricht kommt direkt vom WWF Österreich, der eindring
Der 24. Juli markiert einen düsteren Meilenstein für unseren Planeten: den Welterschöpfungstag. An diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Diese alarmierende Nachricht kommt direkt vom WWF Österreich, der eindringlich zu einem grundlegenden Umdenken im Umgang mit unseren planetaren Ressourcen aufruft. Doch was bedeutet das genau für uns und warum ist der diesjährige Welterschöpfungstag ein besonders alarmierendes Signal?
Der Welterschöpfungstag ist nicht einfach nur ein Datum im Kalender, sondern ein globales Alarmsignal. Er zeigt uns, dass wir mehr von der Erde nehmen, als sie uns geben kann. Diese Berechnung wird jährlich von der Plattform Footprint Network durchgeführt und hat sich seit Jahren kontinuierlich nach vorne verschoben. Im Jahr 2024 fiel dieser Tag auf den 1. August. Doch in diesem Jahr, 2025, erleben wir ihn bereits am 24. Juli.
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich hat diesen besorgniserregenden Trend zum Anlass genommen, um mit Nachdruck einen Kurswechsel zu fordern. „Wir müssen jetzt gegensteuern und nachhaltig mit unserem Planeten umgehen. Nur so haben auch kommende Generationen eine lebenswerte Zukunft“, erklärt Joschka Brangs, Biodiversitätssprecher des WWF Österreich.
Der Welterschöpfungstag, auch bekannt als Earth Overshoot Day, ist der Tag im Jahr, an dem die Menschheit die Menge an Ressourcen verbraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Ab diesem Zeitpunkt leben wir sozusagen auf Pump, indem wir die natürlichen Reserven übermäßig beanspruchen. Dieser Tag wird seit 1987 berechnet und ist ein bedeutender Indikator für die Nachhaltigkeit unserer Lebensweise.
Warum rückt der Welterschöpfungstag immer weiter nach vorne? Die Gründe sind vielfältig und komplex. Hauptursache ist der hohe Ressourcenverbrauch in industriellen und entwickelten Ländern. Der Energiehunger, die Abholzung der Wälder, die Überfischung der Meere und die Verschwendung von Lebensmitteln tragen wesentlich dazu bei, dass wir die planetaren Grenzen überschreiten.
„Eine intakte Natur sichert unsere Lebensgrundlagen wie fruchtbare Böden, trinkbares Wasser und saubere Luft. Außerdem ist sie unsere wichtigste Verbündete im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise. Ihr Schutz muss daher die höchste Priorität haben“, betont Brangs.
Ein Blick über die österreichischen Grenzen hinaus zeigt, dass Österreich im internationalen Vergleich noch relativ gut dasteht. In den USA beispielsweise fällt der Welterschöpfungstag oft schon im Frühjahr, was den enormen Ressourcenverbrauch des Landes verdeutlicht. Länder wie Indien oder Indonesien hingegen haben aufgrund ihres geringeren Pro-Kopf-Verbrauchs einen späteren Overshoot Day.
Der WWF Österreich hat klare Forderungen formuliert, um den Trend umzukehren:
Diese Forderungen sind nicht nur politische Ziele, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Bürger. Eine Energiespar-Offensive könnte zu höheren Investitionen in Solar- und Windenergie führen, was langfristig die Strompreise stabilisieren könnte. Ein Bodenschutz-Vertrag könnte die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte verbessern und die Versorgung mit sauberem Wasser sichern.
„Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert jedoch nicht nur politischen Willen, sondern auch die aktive Beteiligung der Gesellschaft. Jeder Einzelne kann durch bewusstes Konsumverhalten und Ressourcenschonung einen Beitrag leisten“, erklärt ein anonymer Experte.
Der Welterschöpfungstag wurde erstmals 1987 berechnet und hat seitdem eine zentrale Rolle in der Umweltdebatte eingenommen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die globale Politik zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt, doch die Fortschritte sind schleppend. Internationale Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen sind wichtige Schritte, aber oft fehlt es an konsequenter Umsetzung und nationalen Initiativen.
Die österreichische Regierung hat in der Vergangenheit bereits Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Reduzierung von CO2-Emissionen ergriffen. Doch angesichts des fortschreitenden Klimawandels reicht das nicht aus. Der WWF fordert daher eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Die Verschiebung des Welterschöpfungstags nach hinten erfordert einen tiefgreifenden Wandel in unserem Wirtschafts- und Konsumverhalten. Experten sind sich einig, dass dies nur durch eine Kombination aus technologischen Innovationen, politischen Maßnahmen und gesellschaftlichem Bewusstsein möglich ist.
„Die Zukunft unserer Erde hängt davon ab, wie wir heute handeln. Ein Umdenken ist unumgänglich, wenn wir die Lebensgrundlagen für künftige Generationen sichern wollen“, so ein weiterer Experte.
Der Welterschöpfungstag 2025 ist ein dringender Weckruf an die Menschheit, endlich verantwortungsvoller mit den Ressourcen des Planeten umzugehen. Der WWF Österreich hat mit seinen Forderungen einen wichtigen Impuls gesetzt, der von der Politik und der Gesellschaft ernst genommen werden muss. Es liegt an uns allen, ob wir diesen Weckruf hören und handeln oder ob wir weiterhin auf Kosten der Zukunft leben.
Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung des WWF Österreich hier.