ÖAMTC warnt vor Verzögerungen beim Rückreiseverkehr aus Bayern, Oberösterreich und der Steiermark
Das Ende der Semesterferien in mehreren Regionen führt zu starkem Rückreiseverkehr. Besonders Skigebiete und Grenzübergänge sind betroffen.
Mit dem Ende der Semesterferien in Bayern, Oberösterreich und der Steiermark steht Österreichs Straßennetz vor einem verkehrsreichen Wochenende. Der ÖAMTC warnt vor erheblichen Verzögerungen, insbesondere auf den Hauptrouten in Richtung Deutschland und den Zufahrten zu beliebten Skigebieten.
Das Ferienende in Bayern wird laut ÖAMTC-Mobilitätsinformationen noch ein letztes Mal in den heurigen Semesterferien für erhebliche Verkehrsprobleme sorgen. Besonders betroffen sind die Hauptverbindungen in Vorarlberg, Tirol und Salzburg, wo sich der Heimreiseverkehr in Richtung Deutschland konzentriert. An den Grenzübergängen müssen Reisende mit längeren Wartezeiten rechnen.
Parallel dazu begeben sich auch Oberösterreicher und Steirer auf ihre Urlaubsrückreise, was die Verkehrssituation zusätzlich verschärft. Der gleichzeitige Ferienbeginn in Teilen Tschechiens wird sich hingegen kaum auf die österreichischen Straßen auswirken, so die Verkehrsexperten.
Trotz des Ferienendes bleibt der Verkehr rund um die großen Wintersportregionen problematisch. Tagesausflügler sorgen weiterhin für starken Verkehr in den Nahbereichen der Skigebiete. Besonders am Samstag werden die direkten Zu- und Abfahrten der großen Wintersportregionen stark frequentiert sein.
Diese Situation ist typisch für die Semesterferien-Zeit, in der sich Rückreiseverkehr und Tagesausflügler überlagern und für komplexe Verkehrssituationen sorgen.
In Vorarlberg sind mehrere Hauptverbindungen von Verzögerungen betroffen. Die Rheintal Autobahn (A14) und die Arlberg Schnellstraße (S16) werden besonders stark frequentiert sein. Darüber hinaus müssen Verkehrsteilnehmer auf der Montafoner Straße (L188) und der Bregenzerwald Straße (L200) mit längeren Fahrzeiten rechnen.
Die Verkehrssituation in Tirol gestaltet sich besonders komplex. Starker Reiseverkehr wird auf der Fernpassstrecke (B179) erwartet, einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Landes. Auch die beliebten Täler sind betroffen: Im Zillertal und Ötztal werden erhebliche Verzögerungen erwartet.
Weitere neuralgische Punkte sind die Eibergstraße (B173), die Region rund um Kitzbühel, der Achenpass (B181) und die Strecke bei Scharnitz (B177). Besondere Aufmerksamkeit verdient der Grenzübergang Kufstein-Kiefersfelden auf der Inntal Autobahn (A12), wo längere Wartezeiten unvermeidlich sind.
In Salzburg konzentrieren sich die Verkehrsprobleme hauptsächlich auf die Tauern Autobahn (A10), insbesondere zwischen Golling und Pass Lueg. Diese Strecke ist eine der meistbefahrenen Transitrouten Österreichs und regelmäßig von Staus betroffen.
Zusätzlich wird die Pinzgauer Straße (B311) in Richtung St. Johann im Pongau Zeitverluste verursachen. Auch auf der Ennstal Straße (B320) können Verzögerungen auftreten, was den gesamten regionalen Verkehr beeinträchtigt.
Der Rückreiseverkehr wird sich in der Steiermark und Niederösterreich hauptsächlich auf der Semmering Schnellstraße (S6) bemerkbar machen. Besonders vor den Tunnelbereichen ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen, da diese Engstellen den Verkehrsfluss erheblich beeinträchtigen können.
Der ÖAMTC gibt wichtige Empfehlungen für alle, die sich trotz der angespannten Verkehrslage auf die Straße begeben müssen oder wollen:
Eine vollständige Überprüfung der Winterausrüstung ist essentiell. Dazu gehört das Auffüllen der Scheibenwaschanlage, das Mitführen von Schneeketten und das Einpacken warmer Decken. Besonders wichtig: Tank oder Akku sollten niemals auf Reserve gefahren werden, da Staus zu unerwarteten Wartezeiten führen können.
Die korrekte Gepäcksicherung wird oft unterschätzt. Schweres Gepäck gehört grundsätzlich in den Kofferraum, während sperriges Gepäck wie Ski oder Snowboards idealerweise in der Dachbox verstaut werden sollte. Schwere Gegenstände müssen mit Zurrgurten gesichert werden, um bei plötzlichen Bremsmanövern keine Gefahr darzustellen.
Vor dem Fahrtantritt sollte die Route sorgfältig geplant und aktuelle Verkehrsinformationen abgerufen werden. Die ÖAMTC-App oder die Reise-App des Clubs bieten dabei wertvolle Unterstützung. Wichtig ist auch, ausreichend Pausen und Zeitreserven einzuplanen, um entspannt ans Ziel zu kommen.
Moderne Technologie kann dabei helfen, den Verkehrsproblemen aus dem Weg zu gehen. Der ÖAMTC bietet verschiedene digitale Services an, die Reisende dabei unterstützen, ihre Route optimal zu planen und aktuelle Verkehrsinformationen zu erhalten.
Besonders der verkehrsmittelübergreifende ÖAMTC Routenplaner kann dabei helfen, alternative Routen zu finden und so Staus zu umgehen. Die verschiedenen Apps des Clubs liefern außerdem Echtzeitinformationen über die aktuelle Verkehrslage.
Die Verkehrssituation wird sich voraussichtlich erst nach dem Wochenende entspannen, wenn der Großteil des Rückreiseverkehrs abgewickelt ist. Bis dahin sollten alle Verkehrsteilnehmer mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und längeren Fahrzeiten rechnen.
Besonders kritisch wird die Situation am Samstag erwartet, wenn sich Rückreiseverkehr, Tagesausflügler und regulärer Wochenendverkehr überlagern. Wer flexibel in der Zeitplanung ist, sollte alternative Reisetage in Betracht ziehen.
Für alle, die dennoch reisen müssen, gilt: Geduld bewahren, vorausschauend fahren und die verfügbaren Informationsquellen nutzen, um bestmöglich durch die verkehrsreichen Tage zu kommen.