ÖAMTC meldet bis zu einer Stunde Verzögerung auf den Zufahrten zu beliebten Wintersportgebieten
Reger Urlauberverkehr führte am Samstag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf den Straßen im Westen Österreichs. Besonders betroffen: Arlberg, Silvretta und Zillertal.
Der Wintertourismus in Österreich läuft auf Hochtouren – und das macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags setzte laut ÖAMTC-Mobilitätsinformationen ein reger Urlauberverkehr in Richtung der Skigebiete ein. Besonders Vorarlberg und Tirol waren von den Verkehrsbehinderungen betroffen, wobei Autofahrerinnen und Autofahrer teilweise mit erheblichen Verzögerungen rechnen mussten.
In Vorarlberg konzentrierten sich die Verkehrsprobleme vor allem auf zwei Hauptrouten. Die S16, bekannt als Arlberg Schnellstraße, verzeichnete in Fahrtrichtung Tirol zwischen Bludenz und Braz stockenden Verkehr und Staubildungen. Diese Strecke ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Vorarlberg und den Tiroler Skigebieten und entsprechend stark frequentiert, wenn Wintersportbegeisterte zu ihren Urlaubszielen aufbrechen.
Auch auf der L188, der Silvretta Straße, kam es zu erheblichen Behinderungen. Der Abschnitt zwischen Vandans und Schruns war besonders betroffen. Die Silvretta Straße führt zu einigen der attraktivsten Skigebiete der Region, darunter das Montafon, was die hohe Verkehrsbelastung an Reisetagen erklärt.
In Tirol zeigte sich ein ähnliches Bild, wobei mehrere Strecken gleichzeitig überlastet waren. Die B179, auch bekannt als Fernpass Straße, gehörte zu den Problemzonen. Diese Route ist für viele deutsche Urlauber die bevorzugte Anfahrt zu den Tiroler Skigebieten und entsprechend anfällig für Verkehrsspitzen an Wochenenden und zu Ferienbeginn.
Besonders kritisch war die Situation auf der Zufahrt ins Zillertal. Die B169, die Hauptverbindung in eines der beliebtesten Skigebiete Österreichs, war stark überlastet. Die Staukolonnen reichten sogar bis auf die B181, die Achensee Straße, zurück. Autofahrende mussten hier mit Verzögerungen von bis zu einer Stunde rechnen – eine erhebliche Geduldsprobe für alle, die sich auf unbeschwerte Pistentage freuten.
Die aktuellen Verkehrsprobleme sind keine Überraschung. Die Wintermonate bringen traditionell einen starken Anstieg des Verkehrsaufkommens in den österreichischen Alpenregionen mit sich. Mehrere Faktoren tragen zu dieser Situation bei:
Wer in den kommenden Wochen eine Fahrt in die Skigebiete plant, sollte einige Empfehlungen beachten, um Staus und Verzögerungen zu minimieren. Eine frühzeitige Abreise, idealerweise unter der Woche oder in den sehr frühen Morgenstunden, kann helfen, den größten Verkehrsströmen auszuweichen.
Die Nutzung von Echtzeit-Verkehrsinformationen ist ebenfalls ratsam. Der ÖAMTC bietet über seine Website sowie über die Club-App aktuelle Informationen zur Verkehrslage. Mit dem verkehrsmittelübergreifenden Routenplaner des Automobilclubs können Reisende ihre Route vorab planen und gegebenenfalls Alternativstrecken in Betracht ziehen.
Für viele Skigebiete bestehen auch öffentliche Verkehrsanbindungen. Busverbindungen und Bahnanschlüsse können gerade an verkehrsstarken Tagen eine stressfreie Alternative zum eigenen Fahrzeug darstellen. Einige Skigebiete bieten zudem Shuttleservices von größeren Bahnhöfen an.
Die Verkehrssituation auf den Zufahrten zu den Skigebieten wird voraussichtlich auch in den kommenden Wochen angespannt bleiben. Insbesondere an Wochenenden und zu Ferienbeginn ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Reisende sollten daher ausreichend Zeitpuffer einplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Der ÖAMTC empfiehlt, die aktuellen Verkehrsmeldungen über das Verkehrsservice oder die App des Clubs zu verfolgen. So können Autofahrerinnen und Autofahrer rechtzeitig auf Staus reagieren und gegebenenfalls Alternativrouten wählen.