Am 4. Februar, dem Welt-Krebs-Tag, richtet sich der Fokus auf die entscheidende Rolle der Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen. Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, betont die Bedeutung dieser Maßnahmen, um die Heilungschancen zu erhöhen und die Lebensqualitä
Am 4. Februar, dem Welt-Krebs-Tag, richtet sich der Fokus auf die entscheidende Rolle der Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen. Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, betont die Bedeutung dieser Maßnahmen, um die Heilungschancen zu erhöhen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. In Österreich sind über 60 Prozent der neu diagnostizierten Krebspatienten 65 Jahre oder älter, ein Trend, der sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung weiter verstärken wird. Bis 2040 wird erwartet, dass über 75 Prozent der Krebsneudiagnosen auf diese Altersgruppe entfallen.
Die Prävention von Krebserkrankungen umfasst Maßnahmen zur Reduzierung von Risikofaktoren, wie Rauchen, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, unterstreicht die Notwendigkeit, das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zu stärken. Dazu gehört auch die Schaffung von Anreizen für einen gesünderen Lebensstil durch die Gesundheitspolitik.
Die Geschichte der Krebsprävention hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht. Früher wurden Krebserkrankungen oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt, was die Behandlung erschwerte. Mit der Einführung systematischer Vorsorgeprogramme und der Aufklärung über Risikofaktoren hat sich dies geändert. In Österreich gibt es mittlerweile umfassende Vorsorgeuntersuchungen, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in der Krebsprävention gut aufgestellt ist. Während in Deutschland ähnliche Programme existieren, hat die Schweiz in den letzten Jahren verstärkt in die Aufklärung und Früherkennung investiert. Österreich könnte von den Erfahrungen der Nachbarländer profitieren, um die eigenen Programme weiter zu verbessern.
Die Auswirkungen der Krebsprävention und -früherkennung sind vielfältig. Ein konkretes Beispiel ist die Prostatakrebs-Vorsorge, bei der nur 63 Prozent der Männer über 60 in Österreich zumindest einmal eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Hier besteht Handlungsbedarf, um die Teilnahmequote zu erhöhen und so die Heilungschancen zu verbessern. Ältere Menschen, die oft weniger mobil sind und digitale Angebote seltener nutzen, müssen gezielt angesprochen werden, um die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen zu fördern.
Laut dem Österreichischen Krebsreport 2025 wird die Zahl der Menschen über 65, die in den letzten fünf Jahren eine Krebsdiagnose erhalten haben, von 60.000 im Jahr 2013 auf 130.000 im Jahr 2040 ansteigen. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, die Prävention und Früherkennung weiter zu stärken.
Die Zukunft der Krebsprävention in Österreich hängt von der kontinuierlichen Verbesserung der Vorsorgeprogramme und der Aufklärung ab. Es wird erwartet, dass mit der fortschreitenden Digitalisierung auch neue Wege der Kommunikation und Information entwickelt werden, um alle Bevölkerungsgruppen effektiv zu erreichen. Die Gesundheitspolitik ist gefordert, innovative Ansätze zu fördern und die Rahmenbedingungen für einen gesunden Lebensstil zu verbessern.
Der Welt-Krebs-Tag 2026 erinnert uns daran, wie wichtig Prävention und Früherkennung für die Bekämpfung von Krebserkrankungen sind. Österreich hat bereits wichtige Schritte unternommen, doch es gibt noch viel zu tun. Eine verstärkte Kommunikation und gezielte Aufklärung sind entscheidend, um die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen zu erhöhen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter Krebsreport Österreich.